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Stromausfälle und Chaos auf den Straßen

Sturmtief Bianca hatte Bayern fest im Griff

Freitag, 28 Februar 2020 23:44
Sturmtief Bianca hatte Bayern fest im Griff Quelle: pixabay.com

München - Das Sturmtief Bianca hat in Teilen von Bayern zu heftigen Schneefällen und winterlichen Straßenverhältnissen sowie Stromausfällen geführt. Bei zahlreichen Unfällen gab es eine Reihe von Verletzten.

Zehntausende Haushalte ohne Strom.

Wie ein Bayernwerk-Sprecher mitteilte, waren in der Nacht auf den Freitag rund 40.000 Haushalte zeitweise ohne Strom. In den meisten betroffenen Haushalten gab es von 23.30 bis 2 Uhr in der Früh keine Stromversorgung. Seit 4 Uhr funktionierte die Versorgung zum großen Teil wieder. Betroffen war laut Sprecher das komplette Netzgebiet von Bayernwerk von Unterfranken bis Oberbayern. So fiel beispielsweise in Blaibach ein Baum auf eine Stromleitung, wodurch ein Transformatorhaus niederbrannte – 50 Haushalte sind dort immer noch ohne Strom. In den meisten Fällen waren umgestürzte Bäume oder Äste in den Leitungen laut  Angeben des die Ursache der Ausfälle, meldet der Energieversorger N-Ergie.

Mehrere Verletzte bei 57 Unfällen

Laut Angabe des Polizeipräsidiums Oberpfalz, wurden 57 Verkehrsunfälle registriert. Es gab dabei mehrere leicht verletzte Personen die ärztlich versorgt werden mussten. In der Mehrzahl waren die Autofahrer auf den schneebedeckten und glatten Straßen mit ihren Autos in Straßengräben oder gegen Leitplanken gerutscht. Auf der B85 kam ein Wagen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit bei Schneetreiben von der Straße ab und blieb im Straßengraben am Dach liegen. Fünf Fahrzeuginsassen wurden dabei leicht verletzt.

Verkehrslage beruhigt sich – immer noch Streckensperrungen bei Bahn

Nach zahlreichen Einsätzen in Franken beruhigt sich die Lage mittlerweile wieder. Die Bahn meldet jedoch noch Streckensperrungen und Behinderungen, außerdem kommt es noch zu Verspätungen und Zugausfällen. So musste die Strecke zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Ansbach aufgrund mehrerer Bäume im Gleis gesperrt werden. Zwischen Ansbach und Dombühl ist ein Pendelverkehr mit S-Bahnen eingerichtet. Einen Bus-Ersatzverkehr kann die Bahn nicht anbieten, da keine Fahrzeuge mehr zur Verfügung stehen.

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