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Freude bei Moschee-Gegnern Karl Richter („BIA“) und Michael Stürzenberger („Die Freiheit“)

Pläne für großes Münchner Islamzentrum mit angeschlossener Moschee aus Geldmangel gescheitert

Mittwoch, 29 Juni 2016 15:57
Pläne für großes Münchner Islamzentrum mit angeschlossener Moschee aus Geldmangel gescheitert Quelle: Screenshot von http://www.islam-muenchen.de

München - Ein lang gehegter Traum des SPD-geführten Münchner Rathauses ist nun geplatzt. Der geplante Bau eines großen Islamzentrums mit angeschlossener Moschee an der Dachauer Straße kann wegen Geldmangels nicht umgesetzt werden. Das teilten der Penzberger Imam Benjamin Idriz und Münchens früherer Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) am Dienstag in einer Pressekonferenz mit.

Am 30. Juni läuft unwiderruflich die schon mehrmals verlängerte Frist aus, bis zu der die Stadt München eine exklusive Baufläche reserviert hält. Die Initiatoren des „Münchner Forums für Islam“ (MFI) hätten eine Summe von 4,5 Millionen Euro für den Erwerb des etwa 3.000 Quadratmeter großen Grundstücks nachweisen müssen.

Mithilfe eines Privatspenders aus Saudi-Arabien wollten die MFI-Planer das unter Münchner Bürgern ziemlich umstrittene Projekt finanziell stemmen. Benjamin Idriz zufolge hat der saudische Geldgeber aber vor einigen Tagen endgültig seinen Rückzug erklärt. Der Penzberger Imam musste zerknirscht einräumen: „Wir haben alles versucht. Es ist uns aber bis heute nicht gelungen, die Finanzierung zu sichern.“

In den Jahren 2007 und 2012 hatte es bereits Finanzierungszusagen aus dem Emirat Schardscha und vom Emir von Katar gegeben, die aber auch zurückgezogen wurden.

Idriz teilte nun mit, dass die Mitgliederversammlung des MFI beschlossen habe, an der Idee eines kleineren Islamzentrums an anderer Stelle festzuhalten und dafür im In- und Ausland das nötige Geld auftreiben zu wollen. Auch Christian Ude übte sich in Durchhalteparolen und sagte mit Blick auf die vielen muslimischen Asylbewerber in München: „Fernziel bleibt ein Zentrum für Islam mit Bildungs- und Kontaktangeboten.“

Sein Nachfolger im Amt des Oberbürgermeisters und Parteifreund Dieter Reiter bedauerte, „dass es nun doch nicht zu dem sehr engagierten Projekt kommt“. Die Grünen-Fraktionschefin im Stadtrat, Gülseren Demirel, sagte: „Dieses Projekt hätte eine integrative Strahlkraft über die Stadtgrenzen hinaus entwickeln können. Sein Scheitern ist auch ein Verlust für alle Menschen, die sich um Integration bemühen.“

Mit Freude reagierten hingegen die Münchner Moschee-Gegner Michael Stürzenberger und Karl Richter auf das Scheitern der Islamzentrum-Pläne.

Der deutschlandweit aktive Islam-Kritiker Stürzenberger, der auch Bundesvorsitzender der Kleinpartei „Die Freiheit“ ist, sammelte seinerzeit 65.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen das Islamzentrum, das vom Münchner Verwaltungsgericht für unzulässig erklärt wurde. Stürzenberger hat jedoch vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eine Berufungsverhandlung gegen die Ablehnung des Bürgerbegehrens durchgesetzt.

Karl Richter, Stadtrat der „Bürgerinitiative Ausländerstopp München“ (BIA), bezeichnete das Aus für das Islamzentrum als „beste Nachricht, die die Münchner seit Langem zu hören bekommen haben“.

In einer Presseerklärung jubelte Richter: „Es ist eine ganz, ganz dicke und längst überfällige Ohrfeige für alle Islamisierer und Inländerfeinde, für das gesamte Münchner Parteien- und Medienkartell, für den früheren Oberbürgermeister Christian Ude, für den Penzberger Imam Idriz, für Charlotte Knobloch, den Münchner Erzbischof und für 79 Münchner Stadträte der etablierten und schweigenden Zuwanderungsparteien im Münchner Rathaus, die das Islamzentrum seit vielen Jahren demonstrativ und gegen alle Bedenken durchpeitschen wollten.“

Letzte Änderung am Mittwoch, 29 Juni 2016 16:04
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