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Kritik von der „Aktion Münchner Fahrgäste“

Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) erhöht die Preise 2016 um 2,8 Prozent

Dienstag, 17 November 2015 23:39
Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) erhöht die Preise 2016 um 2,8 Prozent Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) erhöht die Preise 2016 um 2,8 Prozent Quelle: commons.wikimedia.org

München - Auch im nächsten Jahr wird die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) eine „Tarifanpassung“ vornehmen und ihre Preise um insgesamt 2,8 Prozent erhöhen. Als Gegenleistung für die Fahrpreiserhöhung soll in bescheidenem Maße das Angebot bei den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgebaut werden. Die MVG spricht von einem steigenden Leistungsumfang von 1,2 Prozent.

MVG-Chef Herbert König sagte: „Auch 2016 wird das MVG-Angebot aufgrund der kontinuierlich steigenden Nachfrage weiter ausgebaut. Geplant sind dichtere Takte, neue Linien und der Einsatz größerer Fahrzeuge, um für unsere Fahrgäste noch attraktiver zu werden. Wir führen damit unseren Wachstumskurs der vergangenen Jahre fort.“ König konkretisierte: „Insgesamt wächst damit das MVG-Angebot 2016 auf mehr als 20 Linien bzw. um weitere 1,2 Prozent. Seit 2010 haben wir das Angebot damit um insgesamt 14 Prozent ausgeweitet.“

Von der Angebotserweiterung sollen mehr als 20 Bus- und Bahnlinien sowie der neue Mietrad-Service „MVG Rad“ profitieren, für den bis Ende 2016 125 Radstationen zur Verfügung stehen sollen.

Die Angebotsänderungen der MVG betreffen diese Linien:

Tram: 20/21/N20, 22, und 25;

U-Bahn: U4 und U6;

Bus: 52, 56, 135, 148, 150, 158, 160, 162, 163, 168, 171, 175, 183 und X30;

Nachtbus: N40, N74, N75, N78 und N79.

Einige Änderungen werden schon zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 in Kraft treten; die Mehrzahl der Neuerungen soll im neuen Jahr wirksam werden, wenn zusätzliche Busse zur Verfügung stehen.

Die „Aktion Münchner Fahrgäste“ fasste die Pläne der Münchner Verkehrsgesellschaft so zusammen: „Das MVG-Leistungsangebot wird im kommenden Jahr um 1,2 Prozent gesteigert. Dies entspricht in keinster Weise den Bedürfnissen der Fahrgäste und schon gar nicht den Bedürfnissen derjenigen, die noch oder wieder im Auto sitzen. Es entspricht auch nicht den üppigen Tariferhöhungen, die von der Politik Jahr für Jahr beschlossen werden.“ Der Sprecher der Fahrgast-Aktion, Andreas Nagel, ergänzte: „MVG-Leistungsprogramm 2016 zeichnet sich wieder einmal durch Mutlosigkeit aus, wenn es auch ein paar erfreuliche Verbesserungen gibt. München braucht mehr Linienverkehr – auf und unter der Erde.“

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