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Polizei zählte über 30 verschiedene Tatorte

Münchner Polizei ermittelt gegen 49 Linksautonome wegen schweren Landfriedensbruchs

Montag, 12 Dezember 2016 18:02

München - Am Samstagabend verließ eine Gruppe junger Leute in München-Obergiesing die Trambahn der Linie 25, nachdem sie dem Zugführer wegen lautstarken Verhaltens aufgefallen war. Massive Sachbeschädigungen bemerkte dieser aber erst, als er die Tram ins Depot fahren wollte. Die von der Polizei dem linksextremen Spektrum zugerechneten Personen hinterließen in der Bahn gesprühte Graffitis, angebrachte Aufkleber, zerkratzte Scheiben und verklebte Videokameras.

Als die Gruppe auf dem Dach eines Gebäudes in Obergiesing später noch randalierte, Alkohol trank und fremdes Eigentum beschädigte, gingen bei der Einsatzzentrale der Polizei mehrere Anrufe ein.

Beim Eintreffen der ersten Streifenbesatzungen waren die Linksautonomen bereits dabei, sich in verschiedene Richtungen zu entfernen. Ein Teil der Gruppe konnte am Tegernseer Platz und am U-Bahnhof Silberhornstraße festgenommen werden. Andere Kleingruppen griff die Polizei in der Ichostraße sowie an der Tegernseer Landstraße/Ecke Martin-Luther-Straße auf.

Die Beamten zählten über 30 verschiedene Tatorte, an denen Wände, Fenster und Fahrzeuge besprüht, beschmiert, beklebt und zerkratzt worden waren.

Die 49 festgenommenen Personen wurden zur Sachbearbeitung in die Gefangenensammelstelle der Münchner Polizei gebracht. Bei der Gruppe handelte es sich um Personen im Alter zwischen 16 und 36 Jahren, „die zum Teil bereits aus dem linksmotivierten Spektrum bekannt sind und aus ganz Bayern stammen“, wie es seitens des Münchner Polizeipräsidiums heißt.

Personen, die sachdienliche Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich mit dem zuständigen Kommissariat 43 unter der Telefonnummer 089/29100 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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