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Polizei ermittelt nicht zum ersten Mal gegen Linken-Funktionär

Lokalverbote für Linken-Politiker Erkan Dinar nach Beleidigungen und Kneipenschlägerei

Freitag, 17 Februar 2017 21:11
Erkan Dinar Erkan Dinar Quelle: die-linke-weissenburg.de | © 2014 - Erkan Dinar

Weißenburg - Der Weißenburger Stadt- und Kreisrat Erkan Dinar (Die Linke) hat nach Beleidigungen und Handgreiflichkeiten in zwei örtlichen Lokalen Hausverbot erhalten und ist erneut ins Visier der Ermittler geraten.

Dinar soll alkoholisiert in ein Weißenburger Lokal uriniert und einen ihn darauf ansprechenden Gast wüst beschimpft haben. Dann verließ der Kommunalpolitiker die Lokalität. Als er diese später noch einmal betreten wollte, erteilte ihm der Wirt sofort Hausverbot. Daraufhin habe ihn der Linke „zur Seite geschubst“ und gefragt, was er hier überhaupt zu melden habe, sagte der Wirt. Alle Gäste seien über das Geschehen „total entsetzt“ gewesen. Das „Weißenburger Tagblatt“ zitiert den Gastronom mit den Worten: „Ich habe noch nie einen so aggressiven Gast in meinem Lokal erlebt.“ 

Der 36-jährige Sozialist, der auch Kreisverbandssprecher seiner Partei ist, setzte seine abendliche „Erlebnistour“ dann fort. In einer anderen Lokalität bestellte er ein Bier, das ihm die Bedienung nach Nichtbezahlung wieder wegnahm. Daraufhin trank er nach Zeugenaussagen einfach am Getränk eines weiblichen Gastes. Als er aufgefordert wurde, das zu unterlassen, soll der Linken-Politiker den Begleiter der Frau bespuckt und angegriffen haben. Dinar wurde des Lokals verwiesen und erhielt auch dort Hausverbot. Nach Angaben des Wirtes ging es vor der Tür dann „richtig zur Sache“. Dinar habe ihn mehrfach beleidigt und beispielsweise als „Glatzen-Nazi“ beschimpft. Bevor die Polizei eintraf, flüchtete er. 

Dem „Weißenburger Tagblatt“ gegenüber bestätigte die Polizei die Ermittlungen gegen Dinar und die Aktenkundigkeit eines Hausverbotes. 

Bereits kurz nach seiner Wahl zum Stadt- und Kreisrat im Jahr 2014 hatte Dinar auf der Weißenburger Kirchweih einem Polizisten ins Gesicht geschlagen und den folgenden Strafbefehl umgehend akzeptiert. 

Die Linke im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen scheint mit der Pöbel- und Gewaltneigung ihres Mandatsträgers keine Probleme zu haben. Von Rücktrittsforderungen seiner Genossen ist nichts bekannt.

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