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Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch

Gewalttätiger G7-Demonstrant kommt mit Bewährungsstrafe davon

Donnerstag, 25 Februar 2016 04:48
Justitia Justitia

München - Bei den Protesten gegen den letzten G7-Gipfel im oberbayerischen Elmau konnten wegen massiver Sicherheitsvorkehrungen größere Krawalle verhindert werden. Bei der Zwischenkundgebung des G7-Protestzuges am 6. Juni 2015 in Garmisch-Partenkirchen kam es jedoch zu Auseinandersetzungen zwischen linken Demonstranten und der Polizei. Ein mit einer Sturmhaube vermummter 24-Jähriger warf auf Beamte eine Glasflasche, die einen amerikanischen Journalisten traf, und schleuderte einem Polizisten eine Holzlatte an den Kopf. Danach versuchte der Randalierer mit einer Stange Pflastersteine aus der Straße zu hebeln, um an weitere Wurfgeschosse zu kommen. Daran konnte er gerade noch gehindert werden.

Gegen den Täter erging am 7. Juni ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Münchenwegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch, der aber noch am selben Tag außer Vollzug gesetzt wurde.

Am Dienstag fand vor dem Münchner Amtsgericht die Verhandlung gegen den Straftäter statt, der die Vorwürfe vollumfänglich einräumte. Die Richterin verurteilte den Mann aus Stuttgart zu einer Bewährungsstrafe von 20 Monaten und einer Geldstrafe von 900 Euro, die er an die Polizeigewerkschaft zu zahlen hat. Begründet wurde die Strafhöhe mit der Anzahl der Angriffe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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