Diese Seite drucken
Freigegeben in Regional

Dauergast vor Gericht

Günzburg: Schutzsuchender aus Sierra Leone hält Unterallgäu mit Gewalttaten auf Trab

Montag, 04 Mai 2020 21:39

Günzburg - Ein 34-jähriger Afrikaner fällt offenbar seit Jahren pausenlos durch Gewalttätigkeiten auf. Die Latte der Taten, wie Gewalttätigkeiten und Drohungen des Intensivtäters ist lang. Jetzt stand er erneut vor Gericht. Das Verfahren dauerte drei (!) Tage, 36 zeugen waren geladen. Das Kuschelurteil: Wieder nur Bewährung trotz einschlägiger Vorstrafen.

Der Schutzsuchende aus Sierra Leone, seit 2014 in der Bundesrepublik, hatte sich eine ganze Reihe von Delikten geleistet – verteilt in Asylbewerberheimen in Thannhausen und Senden (Landkreis Neu-Ulm), im Bezirkskrankenhaus Günzburg, im Landratsamt Unterallgäu (Mindelheim), im Jobcenter Neu-Ulm und gegenüber Polizisten.

Hier eine Zusammenfassung der „Aktivitäten“ des Flüchtlings zwischen Juni und September 2020:

  • Randalen in der Thannhauser Asylbewerber-Unterkunft wo er am Gebäude einen schweren Schaden verursachte.
  • Mit einer Glasscherbe soll er einem anderen Asylbewerber gedroht haben, ihm die Kehle durchzuschneiden.  Eine erneute Flucht konnte die eingetroffen Polizei stoppen.
  • Ein Beamter sagte als Zeuge, dass der Rasende im Zuge der Amtshandlung kaum zu bändigen gewesen sei und versucht habe, ihn zu schlagen und den Kollegen per Kopfstoß zu treffen. Als Zugabe übergab sich der 34-Jährige im Streifenwagen.
  • Im Bezirkskrankenhaus Günzburg wohin er gebracht wurde biss er einem Pfleger ins Handgelenk.
  • Im Juli bedrängte der Afrikaner im Mindelheimer Landratsamt eine Mitarbeiterin des Sozialamtes. Eine Fahrkartenerstattung von 50 Euro war ihm zu wenig, er wollte 100 Euro: „I want my money“, versuchte er auf Englisch die Mitarbeiterin unter Druck zu setzen. Erneut musste die Polizei einschreiten. 
  • Ebenfalls noch im Juli 2019 beschimpfte und bedrohte der Flüchtling die Mitarbeiter im Jobcenter Neu-Ulm und im Landratsamt Günzburg mit Worten wie „I kill you“ und in gebrochenem Deutsch: „Arschlöcker, ihr seid an allem schuld.“
  • Im September folgte die nächste Attacke des Mannes in einem Asylbewerberheim in Senden. Dort beleidigte und bedrohte er Security-Mitarbeiter und demolierte einen Brandmelder.
  • Auch mit Drogenbesitz und Beleidigungen sei der Migrant aufgefallen.

Einige der geringeren Delikte wurden überhaupt eingestellt. Übrig blieben Beleidigung, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und versuchte Erpressung. Eine Bewährung sei auch wegen Vorstrafen laut Staatsanwältin nicht möglich. Die Richterin verhängte jedoch nur ein Jahr und drei Monate mit Bewährung was der Afrikaner natürlich annahm.

Letzte Änderung am Dienstag, 05 Mai 2020 00:08
Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Schlagwörter:

Das Neueste von Bayern Depesche

Ähnliche Artikel

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten