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Intensivere Videoüberwachung an vielen Kriminalitätsbrennpunkten geplant

Finanzielle Sonderförderung des Freistaates für mehr Videoüberwachung in Nürnberg und Fürth

Montag, 22 Mai 2017 19:37
Finanzielle Sonderförderung des Freistaates für mehr Videoüberwachung in Nürnberg und Fürth Bildquelle: PIXABAY.COM

Nürnberg/Fürth - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat eine intensivere Videoüberwachung an vielen Kriminalitätsbrennpunkten und öffentlichen Plätzen angekündigt, um die Polizei bei der Fahndung nach Taschendieben und der Aufklärung von Terrorakten zu unterstützen. Die Überwachungsmaßnahmen sollen zudem das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken und potenzielle Täter abschrecken.

Laut Herrmann erarbeitet gerade eine polizeiliche Expertengruppe ein Konzept zum bayernweiten Ausbau der mobilen und stationären Videoüberwachung. Konkrete Ausbauplanungen für mehr Videoüberwachung gibt es bereits für das U-Bahnnetz Nürnberg/Fürth. Die bayerische Staatsregierung hat dafür jüngst eine Sonderförderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro beschlossen.

Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) betonte: „Aus meiner früheren beruflichen Erfahrung als Staatsanwalt halte ich Videoüberwachung sowohl aus Präventionsgründen als auch zur Identifizierung von Straftätern im öffentlichen Raum für sehr wichtig.“

Auch Nürnbergs Zweiter Bürgermeister Christian Vogel (SPD) ist der Überzeugung, dass Videoüberwachung in den U-Bahnhöfen das Sicherheitsgefühl der Bürger stärkt. Die Überwachung per Video dürfe zwar nicht suggerieren, dass dadurch alle Straftaten und Ordnungsverstöße verhindert werden könnten, aber sie ermögliche schnelle Polizeireaktionen. „Für die Stadt Nürnberg ist der Förderbetrag ein wichtiger Grundstock zur Gesamtinvestition, die bei rund fünf Millionen Euro liegen wird“, sagte Vogel. „Dieser Betrag wurde bereits für den städtischen Haushalt angemeldet. Eine schnelle und komplette Realisierung ist jetzt das Ziel.“

Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG), erläuterte: „Für uns hat die Videoüberwachung eindeutig zwei Funktionen. Via Videokameras an den Bahnsteigen beobachten und steuern die Disponenten der Leitstelle den Betrieb. Dank der Videobilder und anlassbezogen des direkten Drahtes zur Polizei verbessert sich zudem die subjektive und objektive Sicherheit.“

Laut Joachim Herrmann kann die Zahl der Kameras im U-Bahnnetz Nürnberg/Fürth aufgrund der Förderung des Freistaates verdreifacht werden. Derzeit sind in den 46 U-Bahnhöfen 229 Kameras installiert. Ab dem 22. Mai 2017 werden es mit der Eröffnung der beiden Bahnhöfe der U3 „Klinikum Nord“ und „Nordwestring“ 245 Kameras sein. „Am Ende werden insgesamt 667 Kameras für mehr Sicherheit an den U-Bahnhöfen sorgen und künftig alle Bahnsteige und Verteilergeschosse flächendeckend überwacht werden“, so Bayerns Innenminister.

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