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Würdigung der Vielfalt der bayerischen Kulturlandschaft

Dreizehn bayerische Traditionen und Bräuche bundesweit als immaterielles Kulturerbe gewürdigt

Mittwoch, 21 Dezember 2016 20:58
Truhenwagen bei der Leonhardifahrt in Bad Tölz 2006 Truhenwagen bei der Leonhardifahrt in Bad Tölz 2006 Quelle: de.wikipedia.org | Florian Schott | CC BY 3.0

München - Dreizehn Traditionen und Bräuche aus Bayern finden auf der Grundlage des maßgeblichen UNESCO-Übereinkommens nun Aufnahme in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Zwei bayerische Initiativen, die sich in besonderer Weise um den Erhalt dieses Kulturerbes verdient machen, werden außerdem in das „Register guter Praxisbeispiele“ aufgenommen.

Diese Entscheidung der Kultusministerkonferenz gab Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle bekannt. Der CSU-Politiker betonte: „Lebendige Traditionen wie Musik, Tänze, Bräuche, Feste und Handwerkstechniken halten Bayern im Innersten zusammen und prägen unsere Gesellschaft nachhaltig. Kunst und Kultur haben seit jeher einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung.“ Die zahlreichen Aufnahmen in das Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes stellten eine großartige Würdigung der Qualität und Vielfalt der bayerischen Kulturlandschaft dar. 

Diese vom Freistaat Bayern nominierten Traditionen und Handwerkstechniken werden in das Bundesverzeichnis aufgenommen: das Feldgeschworenenwesen, die Flechthandwerkstradition, der Georgiritt und historische Schwerttanz zu Traunstein, die Mal-, Fass- und Vergoldetechniken des Kirchenmalers, das historische Festspiel „Der Meistertrunk“ zu Rothenburg o. d. Tauber, die Osingverlosung, das Sennfelder und Gochsheimer Friedensfest, die Handwerkstradition des Spitzenklöppelns im Oberpfälzer Wald, die Tölzer Leonhardifahrt, das Wunsiedler Brunnenfest, der Zwiefache, der innerstädtische Erwerbsgartenbau in Bamberg sowie das historische Festspiel „Die Kinderzeche“ zu Dinkelsbühl. 

Eingang in das nationale „Register guter Praxisbeispiele“ finden die hochalpine Allgäuer Alpwirtschaft in Bad Hindelang sowie die Bemühungen des „Verbandes für Orts- und Flurnamenforschung in Bayern“ zur Erforschung von Flur- und Hausnamen in Bayern. 

Minister Spaenle hob die Bedeutung gelebter Kulturpflege hervor: „Die Erhaltung unseres immateriellen Kulturerbes ist eine Aufgabe, der sich viele, zumeist ehrenamtliche Mitbürger verschrieben haben. Ich freue mich, dass dieses Engagement durch die Aufnahme in das nationale Register guter Praxisbeispiele exemplarisch ausgezeichnet wurde.“

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