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Umwelt- und Innenministerium sehen positive Effekte für die Stadtentwicklung

Bayerische Landesgartenschau 2024 in Erlangen wird mindestens 16 Millionen Euro kosten

Dienstag, 17 Mai 2016 16:15
Frontansicht des Erlanger Schlosses, heute Sitz der Verwaltung der Friedrich-Alexander-Universität Frontansicht des Erlanger Schlosses, heute Sitz der Verwaltung der Friedrich-Alexander-Universität Quelle: de.wikipedia.org | Selby | CC BY-SA 3.0

München/Erlangen - Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) und Innenminister Joachim Herrmann (CSU) haben nun bekannt gegeben, dass die Landesgartenschau 2024 von der fränkischen Universitätsstadt Erlangen ausgerichtet wird.

Als Gartenschaugelände sind die Wöhrmühlinsel im Westen der A 73 und der bisherige Großparkplatz im Osten der Autobahn vorgesehen, die durch eine Fußgängerbrücke über die Autobahn verbunden werden. Später sollen auf der Wöhrmühlinsel am Ostrand des Regnitztals eine naturbetonte Erholungsfläche und auf dem jetzigen Großparkplatz am Bahnhof ein neues Stadtquartier namens Regnitzstadt entstehen. Damit wollen die Stadtoberen den Regnitzgrund zu einem grünen Bindeglied zwischen Innenstadt und Stadtwesten weiterentwickeln.

Innenminister Herrmann sagte: „Die Landesgartenschau ist eine einmalige Chance für Erlangen, die Stadtentwicklung voranzutreiben und neue städtebauliche Impulse zu setzen. Von dem geplanten Landschaftspark in der Stadt profitieren nicht nur der Tourismus, sondern vor allem die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.“

Umweltministerin Ulrike Scharf ergänzte: „Neue stadtnahe und vielfältig nutzbare Grünflächen bringen den Menschen die Natur unmittelbar vor die Haustür. Das schafft Erholungsflächen für die Menschen und einen ökologischen Mehrwert für die Stadt. Das vorgestellte Konzept hat uns überzeugt. Allerdings sind noch weitere ökologische Optimierungen erforderlich.“

Das Umweltministerium wird zu den voraussichtlichen Investitionskosten von knapp 16 Millionen Euro einen Förderbetrag von bis zu 3,6 Millionen Euro beisteuern. Eine Kommission aus gärtnerischen Berufsverbänden, Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, Experten der kommunalen Spitzenverbände, Landschaftsarchitekten und Vertretern der Obersten Baubehörde hatte sich nach einem Vor-Ort-Termin und intensiven Gesprächen einstimmig für Erlangen als Landesgartenschaustadt 2024 ausgesprochen.

Die Kosten von mindestens 16 Millionen Euro scheint man in Erlangen für vertretbar zu halten. Wie die BAYERN DEPESCHE berichtete (http://www.bayern-depesche.de/regional/direkte-demokratie-traunsteiner-votieren-gegen-landesgartenschau-in-ihrer-stadt.html), votierten im April 63,3 Prozent der Traunsteiner beim ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der bayerischen Gartenschauen gegen die Ausrichtung der Blumenschau im Jahr 2022 in ihrer Stadt. Die Kritiker warnten insbesondere vor einer finanziellen Überforderung der Stadt durch das etwa 26 Millionen Euro teure Gartenbauprojekt.

Wegen des ablehnenden Bürgervotums in Traunstein wird die Landesgartenschau 2022 neu ausgeschrieben. Die Ausschreibung läuft bis zum 15. Januar 2017.

Letzte Änderung am Dienstag, 17 Mai 2016 16:22
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