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Polizei bittet dringend um Zeugenaussagen und Handyaufnahmen

Auch in Franken kam es in der Silvesternacht zu Sex-Übergriffen von Arabern und Afrikanern

Dienstag, 12 Januar 2016 00:12

Nürnberg/Ansbach - Auch in Nürnberg und Ansbach wurden Frauen in der Silvesternacht Opfer sexueller Übergriffe durch Ausländer aus dem arabischen und afrikanischen Raum, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Vorfälle wurden mit mehrtägiger Verspätung bekannt, weil sich die Geschädigten erst am 7. Januar der Polizei anvertrauten. Insgesamt fünf Frauen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren meldeten sich am letzten Donnerstag bei unterschiedlichen Polizeidienststellen, um Strafanzeigen wegen sexueller Übergriffe zu erstatten. Es wird vermutet, dass auch unter den Angreifern in Nürnberg und Ansbach Asylanten waren.

In der Nürnberger Königstraße wurden in der Silvesternacht zwei 18 und 19 Jahre alte Frauen von einer etwa 20-köpfigen Gruppe arabischer oder nordafrikanischer Männer eingekesselt und trotz körperlicher Gegenwehr geküsst, umarmt und rüde begrapscht. Nach dem Übergriff entfernten sich die Männer lachend vom Tatort. Die 18-Jährige begründete ihre späte Anzeige damit, dass sie sich vor der Berichterstattung über die Kölner Vorkommnisse nicht getraut habe, bei der Polizei auszusagen.

Am Donnerstag haben auch drei junge Frauen in Ansbach Anzeige wegen sexueller Attacken erstattet. Die Frauen im Alter vom 16, 18 und 19 Jahren waren am Silvesterabend auf dem Ansbacher Martin-Luther-Platz von vier dunkelhäutigen Männern – die Polizei vermutet Schwarzafrikaner – umringt und sexuell angegriffen worden. Nach Polizeiangaben wurden die Frauen gewaltsam festgehalten, geküsst und am ganzen Körper unsittlich berührt.

In allen Fällen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen, und das Polizeipräsidium Mittelfranken bittet dringend um Zeugenaussagen. Wer sachdienliche Hinweise zu den Sex-Übergriffen in Nürnberg und Ansbach geben kann und eventuell über Handyaufnahmen verfügt, die das Tatgeschehen zeigen, möge sich unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 sehr zeitnah mit der Kriminalpolizei in Verbindung setzen.

Angesichts der Sex-Attacken wirkt es wie hilflose Symbolpolitik, dass an diesem Montag im Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Ansbach der erste „Rechtsbildungsunterricht“ für Asylanten stattfand, um diese mit dem deutschen Rechtsstaat vertraut zu machen. Die 50 am Unterricht teilnehmenden Männer stammen vor allem aus Syrien und dem Irak, wie der Ansbacher Landgerichtspräsident Gerhard Karl mitteilt, und leben zurzeit in Ansbach, Weißenburg, Rothenburg und Gunzenhausen. Für die erste Stunde des Unterrichts war Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) höchstpersönlich als Lehrkraft angekündigt.

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Das Neueste von Max Semmler

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