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Warnungen vor dem Konfliktimport aus anderen Ländern

Aschaffenburg: Kurden greifen zuerst Türken an und attackieren danach Polizisten

Dienstag, 29 März 2016 20:25
Aschaffenburg: Kurden greifen zuerst Türken an und attackieren danach Polizisten Bildquelle: PIXABAY.COM

Aschaffenburg - Die Konflikte anderer Länder werden immer häufiger auf deutschem Boden ausgetragen. Am Sonntag haben in Aschaffenburg etwa 30 Kurden eine von Türken organisierte Demonstration unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Terror, gegen PKK und ISIS“ mit Steinen und Böllern angegriffen. Als die Polizei einschritt, um die etwa 600 türkischen Demonstrationsteilnehmer zu schützen, erlitt ein Beamter durch geworfene Feuerwerkskörper ein Knalltrauma.

Anschließend verbarrikadierten sich die Täter im Haus eines kurdischen Kulturvereins und bewarfen die Polizei vom Dach mit Steinen. Erst nach Anforderung zusätzlicher Einsatzkräfte gelang es der Polizei in den Abendstunden, 36 Kurden im Alter zwischen 15 und 40 Jahren in dem Haus vorläufig festzunehmen. Auch ein Polizei-Hubschrauber kam zum Einsatz.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mahnte: „Wir wollen nicht, dass der türkisch-kurdische Konflikt auf deutschem Boden ausgetragen wird. Das ist einfach unerträglich und eine Zumutung für unser Land.“

Herrmann sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Zuwanderung und dem Konfliktimport aus anderen Ländern. Die Kurden-Krawalle in Aschaffenburg bestätigen ihn in seiner Kritik an der geplanten Visumsfreiheit für türkische Staatsbürger, wie sie die jüngste EU-Türkei-Vereinbarung vorsieht. Der CSU-Politiker sagte: „Wir müssen schon genau hinschauen, wen wir da in unser Land lassen, wenn wir über Visa-Erleichterungen für die Türkei sprechen. Alle Türken inklusive Kurden nach Deutschland frei einreisen zu lassen, ist keinesfalls vertretbar.“

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte erst vor wenigen Tagen gewarnt: „Insbesondere wenn man die Visa-Freiheit nimmt, könnten viele, viele Kurden auf der Flucht vor der türkischen Regierung dann möglicherweise nach Deutschland kommen. Damit würden wir uns einen innerstaatlichen Konflikt in der Türkei ins eigene Land holen.“

Alle Festgenommenen sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch, versuchte gefährliche Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Versammlungsgesetz.

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