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Münchner Staatsanwaltschaft will Verurteilung wegen versuchten Mordes

Afghane sticht seine 17-jährige Frau wegen fehlender Islam-Treue nieder

Donnerstag, 19 November 2015 04:22
Afghane sticht seine 17-jährige Frau wegen fehlender Islam-Treue nieder Quelle: PIXABAY.COM

München - Wie erst jetzt bekannt wurde, stach am Sonntagabend im Münchner Stadtteil Sendling ein 21-jähriger Afghane seine Frau auf offener Straße nieder. Dem Polizeibericht zufolge ereignete sich die Gewalttat gegen 21.30 Uhr in der Nähe der U-Bahnstation Brudermühlstraße. Als die 17-jährige Muslima mit ihrer acht Monate alten Tochter dort zufällig ihren Mann erblickte, versuchte sie davonzulaufen. Der junge Afghane holte sie aber ein und stach mit einem „messerähnlichen Gegenstand“ mehrfach auf sie ein, wie die Polizei mitteilte. Erst als Passanten eingriffen, ließ er von der jungen Frau ab, mit der er nach muslimischem Recht verheiratet war, und floh selbst. Bereits im Alter von 15 Jahren war sie nach islamischem Recht seine Frau geworden.

Das Opfer wurde zur stationären Behandlung in ein Münchner Krankenhaus gebracht und befindet sich außer Lebensgefahr. Der Täter, der mit seiner Ehefrau bisher nicht zusammenlebte, konnte inzwischen von der Polizei in Tatortnähe festgenommen werden.

Der Messerattacke waren mehrere telefonische Morddrohungen vorausgegangen, weil sich die junge Frau offenbar nicht den muslimischen Lebensregeln ihres Mannes unterordnen wollte. Wie Münchner Lokalmedien berichten, verlangte der Mann eine Lebensführung nach strenger muslimischer Tradition. In der Öffentlichkeit sollte sie sich nur verschleiert zeigen und ohne männliche Erlaubnis nicht einmal die Wohnung verlassen dürfen.

Die 17-Jährige suchte deshalb Schutz in einem Sendlinger Mütterzentrum. Als sie dieses Mutter-Kind-Haus am Sonntagabend verlassen hatte, stieß sie auf ihren Mann, der ihr schwere Schnittwunden zufügte, bevor Passanten zur Hilfe eilten.

Die Staatsanwaltschaft München I wirft dem Afghanen versuchten Mord aus niederen Beweggründen vor und hat Haftbefehl beim zuständigen Ermittlungsrichter beantragt.

Nicht nur Vorfälle wie diese lassen die Islam-Skepsis vieler Münchner wachsen. Für Kopfschütteln und Proteste im Internet sorgte auch die Entscheidung des Münchner Kreisverwaltungsreferats (KVR), unmittelbar nach den islamistischen Terroranschlägen in Paris eine Koran-Verteilungsaktion von Salafisten in der Münchner Theatinerstraße zu genehmigen. Nach Angaben des bayerischen Verfassungsschutzes ist das salafistische Netzwerk „Die Wahre Religion“ des Hasspredigers Ibrahim Abou Nagie verantwortlich für die Koran-Verteilungen. Eine Sprecherin des Kreisverwaltungsreferats sagte zur Genehmigung des islamistischen Informationsstandes: „Solange es keine weitergehenden Erkenntnisse gibt, können wir die Aktion nur verkehrsrechtlich überprüfen.“ Bei den stets friedlichen Kundgebungen des Münchner Pegida-Ablegers scheint das KVR mehr Handlungsbedarf zu sehen. Diese Kundgebungen werden seitens des KVR regelmäßig verboten und die Verbote von Verwaltungsgerichten mit Verweis auf die Versammlungsfreiheit regelmäßig gekippt.

Letzte Änderung am Donnerstag, 19 November 2015 04:31
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