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Ermittlungsverfahren wegen Störung der Religionsausübung und einer Trauerfeier eingeleitet

„Komme, um Allahs Botschaft zu verkünden“: Muslim stört christliche Trauerfeier in Bayern

Dienstag, 07 Februar 2017 02:19

Schnaittach - Eine Trauerfeier im mittelfränkischen Schnaittach wurde Mitte letzter Woche von einem Muslim gestört, der plötzlich die Kirche betrat und den Trauergästen forsch erklärte: „Ich komme im Namen des Propheten, um den Ungläubigen die Botschaft Allahs zu verkünden.“ Danach begann er trotz eines Vermittlungsversuchs des Pfarrers, arabischsprachige Verse vorzutragen – höchstwahrscheinlich handelte es sich um Koransuren. Von dem Vorfall berichtete zuerst die „Nürnberger Zeitung“.

Wilfried Römischer, der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Schnaittach, versuchte noch vergeblich, die Situation zu entschärfen. Erst als der vom Balkan stammende Muslim mitbekam, dass der Pfarrer eine Mitarbeiterin des Bestattungsunternehmens bat, die Polizei zu alarmieren, verließ er das Gotteshaus. 

Dennoch konnte er festgenommen werden. Wie der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Lauf, Benno Eichinger, mitteilte, wurde gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Störung der Religionsausübung und einer Trauerfeier eingeleitet. Der seit vielen Jahren in Deutschland lebende 33-Jährige ist nach Polizeiangaben schon mehrfach wegen Körperverletzungs- und Eigentumsdelikten auffällig geworden. Der organisierten Islamisten-Szene soll er laut Eichinger aber nicht angehören. 

Römischer sagte zum Auftritt des ungebetenen Besuchers: „In einer Trauerfeier, in der Menschen von einem geliebten Menschen Abschied nehmen, ist eine solche Störung aber eine verheerende Situation. Es geht einfach nicht, dass jemand eine solche Situation missbraucht.“

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