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Bruttoausgaben Bayerns für Asylbewerber lagen im letzten Jahr bei 969 Millionen Euro

Zahl der Empfänger von Asylbewerberregelleistungen stieg im Jahr 2015 um 178 Prozent

Montag, 18 Juli 2016 23:10
Zahlungsbeleg für Asylsuchende Zahlungsbeleg für Asylsuchende Quelle: BAYERN DEPESCHE

München - Die Folgen von Angela Merkels Entscheidung, die deutschen Grenzen für Hunderttausende illegale Zuwanderer zu öffnen, bekam vor allem Bayern als Zielpunkt der Balkanroute zu spüren. Dort stiegen die Kosten für den Asylantenzustrom im letzten Jahr auf ein neues Rekordhoch.

Ende 2015 wurden in Bayern 126.185 Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gezählt. Verglichen mit den im Vorjahr verzeichneten 45.396 Empfängern bedeutet das eine Zunahme um 178 Prozent. Fast zwei Drittel der Regelleistungsempfänger waren Männer (89.009) und knapp ein Drittel Frauen (37.176).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, lagen die Bruttoausgaben des Freistaates für Asylbewerberleistungen im Jahr 2015 bei 969 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung um 116 Prozent gegenüber 2014.

Zudem wurden im letzten Jahr in 30.222 Fällen besondere Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gewährt, was ein Plus von fast 120 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist. Dabei handelt es sich um spezielle „Bedarfssituationen“ wie Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt.

Ende 2015 lebte fast die Hälfte (49,5 Prozent) der steuerfinanzierten Asylbewerber dezentral in einer Wohnung. 29,4 Prozent waren in einer Gemeinschaftsunterkunft und 21,1 Prozent in einer Aufnahmeeinrichtung untergebracht.

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