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Todesdrohungen mit arabischen Namen

Yorai Feinberg trotzt dem neuen Judenhass im 'Feinberg's' in Berlin

Donnerstag, 12 Juli 2018 17:50
Im FEINBERG'S in Berlin ißt man lecker Im FEINBERG'S in Berlin ißt man lecker Quelle: HESSEN DEPESCHE

Berlin - Yorai Feinberg wird seit Monaten beleidigt und bedroht. Jeden Tag gehen Hassmails bei ihm ein und Drohungen. Jeden Tag. Yorai Feinberg ist nicht etwa Politiker oder ein israelischer Aktivist, sondern einfach nur ein junger Gastronom mit einem israelischen Restaurant in Berlin-Schöneberg

Der Absender der Hassmails nennt sich Ludwig Fischer, nach dem Kriegsverbrecher der SA benannt.

Feinberg hat die Mails bei Facebook öffentlich gemacht, um auf seine Lage aufmerksam zumachen. Facebook hat ihn daraufhin wegen Hassreden gesperrt. Die erste Anzeige wegen Beleidigung hat Feinberg bereits im März 2018 bei der Staatsanwaltschaft Berlin eingereicht. Der Verfasser der E-Mails bedroht Yorai Feinberg mit dem Tod, leugnet den Holocaust, hasst Schwule, Farbige und vor allem Juden.

Die bis heute über 30 Seiten (!) übelster Hasstiraden wurden auch mit einem Exekutionsvideo noch gesteigert, auch wird angekündigt man werde kommen und ihn töten.

 

Ausschnitte der Mails wie:

03.07.2018

Also mir wäre das peinlich so zu lügen.
Die Arabs wissen ja eher als die Deutschen dass es nie VERGASUNGEN gegeben hat.
GELLE??
Die Polizei hasst dich auch.
Alle hassen euch.
hahahahaa
JUDENSAU

 

03.07.2018

Du musst echt verstehen dass du mehr Feinde hast als ich.
Und du nur ein Bauernopfer bist.
JUDE!

 

03.07.2018

Juden und ihr Opfer-Fetisch...
Jammern, Lügen, Aussaugen, Lügen, Morden.
Das macht ihr seit tausenden Jahren.
Und ihr werdet nicht mal rot dabei - ihr seid ja auch Nigger.

 

30 Seiten der übelsten Hetze und Lügen. Wir haben bewusst auf widerwärtigste Inhalte verzichtet.

Seit Monaten kommen diese Mails, aber dies ist bei weitem nicht alles.

Die Staatsanwaltschaft hat die Verfahren eingestellt mit der Begründung, dass; „In den Kommentaren, die sicherlich als unhöflich und unsachlich anzusehen sind, sind jedoch keine entsprechenden ehrverletztenden Äußerungen zu sehen“. Man könne auch den Absender nicht ermitteln. Yorai Feinberg wirkt darüber empört, denn er sagt: „Das LKA weiß, wer der Mann ist. Sogar ich weiß es. Wie kann das sein, dass man dies einstellt. Offensichtlich hat die Justiz kein Interesse hier tätig zu werden."

Doch dies ist bei weitem nicht alles.

Auf Facebook wird unter arabischen Namen dazu aufgerufen, das Restaurant von Feinberg zu zerstören. Feinberg berichtet von Bedrohungen, von Tisch Bestellungen unter „Adolf Hitler u.a“ von Aktivisten, die vor dem Restaurant auftauchen und antisemitische Parolen rufen und sogar handgreiflich werden.

Einmal musste er sich vor einem Sudanesen mit seiner Freundin in das Restaurant flüchten.

Feinberg sagt, dass Schlimmste für ihn sind nicht diese Vorfälle, sondern dass er sich alleine gelassen fühlt von Politik und Justiz.

Seine Gäste sprechen ihm Mut zu und unterstützen ihn durchzuhalten.

 

Gastronom Yorai Feinberg und Angela Prokop
Gastronom Yorai Feinberg und Angela Prokoph

 

Nach den jüngsten antisemitischen Vorfällen in Berlin wird in wiederholender Weise Solidarität und der Kampf gegen Antisemitismus angekündigt, Politiker laufen mit der Kippa durch die Straßen um ein Zeichen zu setzen, während die Täter mittlerweile dreimal täglich Hassmails folgenlos an Yorai Feinberg absenden können und Videos zur Execution versenden. Anstatt unsere Werte und Gesetze gegenüber Tätern durchzusetzen,  werden die Opfer durch Ignoranz alleine gelassen.

Antisemitismus macht sich wieder breit in Deutschland und vor allem in Berlin. Berlin will eine weltoffene Stadt sein, aber Juden haben in dieser Welt offensichtlich keinen Platz.

Es sind oft die kleinen Anfeindungen und die vielen falschen Darstellungen, die dem Antisemitismus Nahrung geben.

In der aktuellen „Jüdischen Rundschau“ schildert man ausführlich wie anti-israelische Propaganda funktioniert. Die Leiterin der den Grünen nahe stehenden Heinrich-Böll-Stiftung, Bettina Marx, hetzt in verschiedenen Aussagen ganz offen gegen Israel.

Diese Ressentiments und viele schlicht falschen Darstellungen sind es, die den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern zu offenem Hass gegen Juden schüren.

Politik auf dem Rücken der Juden zur Durchsetzung der eigenen ideologischen Weltanschauung.

Am Ende steht ein sympathischer junger Gastronom allein gegen eine Welle von Hass.

Ich kann jedem einen Besuch im  „Feinbergs“ nur sehr empfehlen. Wunderbares Essen, angenehme Atmosphäre und ein aufmerksamer Service werden abgerundet mit Weinen und einem Kaffee mit Kardamom.

 

Bruĥim haba'im!
Willkommen im Feinbergs.....

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Juli 2018 18:23
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