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Oberbayern

Wolfgang Wiehle greift durch: Parteiausschlussverfahren gegen AfD-Mann Manfred Schmidt

Dienstag, 11 Februar 2020 15:09
Wolfgang Wiehle, MdB/AfD Wolfgang Wiehle, MdB/AfD Quelle: Wolfgang Wiehle

Vaterstetten - Turbulent geht es derzeit in der AfD in Oberbayern zu. Der AfD-Politiker Manfred Schmidt soll mehrere Menschen ohne ihren ausdrücklichen Willen auf die AfD-Liste für den Gemeinderat Vaterstetten und den Kreistag Ebersberg gesetzt haben. Die AfD in Oberbayern kündigte deshalb nun ein Parteiausschlussverfahren an.

Martin Schmidt soll bei der Anwerbung von Listenkandidaten „offenkundig auch unlautere Überrumpelungsmethoden angewendet“ haben, teilte Wolfgang Wiehle, Bezirksvorsitzender der AfD Oberbayern am Sonntag mit.

Drei Senioren unfreiwillig auf AfD-Liste?

Schmidt habe Vorwürfe aus Medienberichten nicht glaubwürdig entkräften können, wonach drei Senioren ohne ihren ausdrücklichen Willen auf die AfD-Liste für die Gemeinderats- und Kreistagswahl geraten seien.
Listen können nicht mehr geändert werden Weder Schmidt noch die unfreiwilligen Kandidaten können von der Liste genommen werden, da die Frist dafür bereits abgelaufen ist. Wolfgang Wiehle rief die Wähler dazu auf, Schmidts Namen auf dem Wahlzettel durchzustreichen. Eine Zusammenarbeit mit diesem, sollte er ein Mandat bekommen, schloss er aus.

Seit dem Jahr 2017 ist Wolfgang Wiehle einer der 90 AfD-Abgeordneten, die im Deutschen Bundestag sitzen. Vom Bundestag in Berlin soll es für Wolfgang Wiehle nach München gehen. Zurück in das Gremium, in dem der 55-Jährige acht Jahre lang als CSU-Stadtrat mitregierte. Jetzt tritt der Informatiker dort als Oberbürgermeister-Kandidat für die AfD an. Und um die Wahlzettel der Gemeinde Vaterstetten muss er sich auch noch kümmern.

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