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Öffentliche Hand in Bayern kann im Jahr 2020 4.712 Euro pro Einwohner ausgeben

Wirtschaftsprüfer von PwC bestätigen Bayern die größte Finanzkraft aller Bundesländer - Markus Söder (CSU) stolz

Montag, 01 August 2016 20:57
Flagge des Freistaates Bayern Flagge des Freistaates Bayern

Frankfurt am Main/München - Verglichen mit den anderen 15 Bundesländern weist der Freistaat Bayern nach wie vor die solidesten Staatsfinanzen auf.

Das geht aus der Untersuchung „Länderfinanzbenchmarking 2016“ der in Frankfurt am Main ansässigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hervor. Seit mehreren Jahren publiziert PwC ein Ranking zur längerfristigen Finanzkraft der Bundesländer einschließlich der Finanzlage ihrer Kommunen. Berücksichtigt werden die Haushaltsdaten der Länder mit Einnahmen und Ausgaben sowie die Maßnahmen zur Einhaltung der gesetzlichen Schuldenbremse.

Wie schon in den Vorjahren belegt Bayern auch 2015 den ersten Platz. Auf den Freistaat folgen Niedersachsen, Hamburg und Baden-Württemberg. Elf der sechzehn Bundesländer erwirtschafteten im letzten Jahr unter Berücksichtigung der kommunalen Finanzlage einen Haushaltsüberschuss.

Der Studie zufolge wird sich an der Finanzkraft Bayerns auch in den kommenden Jahren nichts ändern. PwC hat errechnet, dass der öffentlichen Hand in Bayern im Jahr 2020 eine „Finanzmasse“ von 4.712 Euro pro Einwohner zur Verfügung stehen wird. Das wären 301 Euro mehr als westdeutsche Flächenländer durchschnittlich ausgeben können.

Die Untersuchung attestiert Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU), dass er aufgrund der guten Einnahmesituation trotz der beträchtlichen Mehrausgaben infolge des Asylantenzuzugs die Schuldenbremse wird einhalten können.

PwC lobt: „Bayern wird selbst bei einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen keine Probleme mit dem Einhalten der Schuldenbremse bekommen. Das Land verteidigt auch in diesem Jahr unangefochten seinen ersten Rang im PwC-Nachhaltigkeitsranking.“

Die Schuldenbremse soll ab dem Jahr 2020 für alle Bundesländer verbindlich gelten.

Laut PwC könnte es nach der geplanten Reform des Länderfinanzausgleichs allen 16 Bundesländern gelingen, die Schuldenbremse einzuhalten – selbst Bremen und dem Saarland. Norbert Winkeljohann, Sprecher des Vorstands von PwC Deutschland, erklärte in diesem Sinne: „Mit der geplanten Reform des Länderfinanzausgleichs werden alle Länder ab 2020 strukturell ausgeglichene Haushalte vorweisen können.“

Als Reaktion auf die Anschläge von Würzburg, München und Ansbach hat die bayerische Staatsregierung nach einer Klausurtagung am Tegernsee eine personelle Aufstockung der Landespolizei und eine bessere technische Ausstattung der Beamten angekündigt. Die Studie der Frankfurter Wirtschaftsprüfer zeigt, dass Bayern diese Mehrausgaben für die innere Sicherheit problemlos stemmen kann.

In allen Bundesländern mahnt PwC aber mehr Investitionen in die öffentliche Infrastruktur wie Straßen, Schienen und Schulen an.

Letzte Änderung am Dienstag, 02 August 2016 12:02
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