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Laut Anklageschrift machten Täter auch noch Selfies vom Opfer

Wiener Gericht wird gegen neun Iraker wegen Gruppenvergewaltigung einer Deutschen verhandeln

Montag, 12 Dezember 2016 18:10
Wiener Gericht wird gegen neun Iraker wegen Gruppenvergewaltigung einer Deutschen verhandeln Bildquelle: PIXABAY.COM

Wien - Nach Angaben der Wiener Staatsanwaltschaft liegt nun die Anklageschrift gegen neun Iraker vor, die letztes Silvester eine 28-jährige Deutsche brutal vergewaltigt und danach noch Selfies mit ihr gemacht haben sollen.

Die Frau besuchte am 31. Dezember 2015 eine Freundin in Wien, um mit ihr den Jahreswechsel zu feiern. Gegen 1.00 Uhr kehrten beide alkoholisiert in ein Tanzlokal ein. Zwei Stunden später vermisste die Wienerin ihre Freundin, die sich kaum ansprechbar vor dem Lokal befand.

Vier irakische Asylbewerber wurden auf die Betrunkene aufmerksam und verschleppten sie in eine Wohnung in die Wiener Leopoldstadt. Der „Kurier“ zitiert aus der Anklageschrift: „Den wehrlosen Zustand des Opfers erkennend, fassten die Angeklagten den Entschluss, die beeinträchtigte Frau mit in die Wohnung zu nehmen.“ Insgesamt vergingen sich neun Iraker nacheinander an der Frau, die einen mehrstündigen Höllentrip erlebte.

Laut Anklageschrift war die Deutsche „völlig überrumpelt, sie versuchte sich zu wehren, was ihr jedoch aufgrund ihres beeinträchtigten Zustandes weder körperlich noch psychisch möglich war. Da sie weitere Männerstimmen wahrnahm, war sie völlig verängstigt und resignierte schließlich in der Hoffnung, dass alles nur ein böser Albtraum ist.“ Sie habe wiederholt gesagt: „Nein, ich will das nicht“ und vergeblich um Hilfe geschrien.

Bevor die Frau von ihren Peinigern an einer Straßenbahnhaltestelle ausgesetzt wurde, machten diese noch Selfies von ihrem völlig traumatisierten Opfer. Die 28-Jährige muss nach der brutalen Massenvergewaltigung bis heute in einer psychiatrischen Klinik stationär behandelt werden.

Die Verdächtigen waren im August bei Polizeieinsätzen in Wien, der Steiermark und in Niederösterreich festgenommen worden. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich nach Polizeiangaben durchgehend um Asylbewerber sowie um Ausländer mit anerkanntem Asylstatus.

Die Angeklagten werden durch DNA-Spuren belastet, beschuldigen sich gegenseitig der Tat oder behaupten einfach, das Opfer habe aus freien Stücken mitgemacht.

Wann genau der Prozess vor dem Wiener Landesgericht eröffnet wird, steht noch nicht fest.

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