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Täter hatten von ihrem Opfer auch noch Selfies gemacht

Wien: Neun irakische Asylanten stehen wegen Gruppenvergewaltigung einer Deutschen vor Gericht

Dienstag, 21 Februar 2017 20:51

Wien - Neun Iraker müssen sich ab Dienstag vor einem Wiener Schöffengericht wegen einer brutalen Gruppenvergewaltigung verantworten. In der Nacht auf den 1. Januar 2016 sollen sich die Asylbewerber in der österreichischen Hauptstadt ungeschützt an einer 28-jährigen Deutschen vergangen haben.

Die Frau besuchte am 31. Dezember 2015 eine Freundin in Wien, um mit ihr den Jahreswechsel zu feiern. Gegen 2.00 Uhr kehrten beide alkoholisiert in ein Tanzlokal ein. Zwei Stunden später vermisste die Wienerin ihre Freundin, die sich kaum ansprechbar außerhalb des Lokals befand. Vier irakische Asylbewerber wurden auf die Betrunkene aufmerksam und verschleppten sie in eine Wohnung in die Wiener Leopoldstadt. Der „Kurier“ zitierte aus der Anklageschrift: „Den wehrlosen Zustand des Opfers erkennend, fassten die Angeklagten den Entschluss, die beeinträchtigte Frau mit in die Wohnung zu nehmen.“

Der Staatsanwaltschaft zufolge kamen neun Männer im Alter zwischen 22 und 47 Jahren in der Wohnung zusammen und fielen nacheinander über die Frau her, manche von ihnen mehrfach. Später gefundene Sperma- und DNA-Spuren konnten den Männern zugeordnet werden.

Laut Anklageschrift war die Deutsche „völlig überrumpelt, sie versuchte sich zu wehren, was ihr jedoch aufgrund ihres beeinträchtigten Zustandes weder körperlich noch psychisch möglich war. Da sie weitere Männerstimmen wahrnahm, war sie völlig verängstigt und resignierte schließlich in der Hoffnung, dass alles nur ein böser Albtraum ist.“ Sie habe wiederholt „Nein, ich will das nicht“ gesagt und vergeblich um Hilfe geschrien.

Bevor die Frau von ihren Peinigern an einer Straßenbahnhaltestelle ausgesetzt wurde, machten diese noch Smartphone-Selfies von ihr. Das schwer traumatisierte Opfer der Massenvergewaltigung musste in einer psychiatrischen Klinik über Monate stationär behandelt werden.

Für den Prozess sind vier Tage angesetzt. Die Urteile sollen am 2. März gesprochen werden.

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