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Nur einer der Angeklagten zeigte Reue und legte ein Geständnis ab

Wien: Acht irakische Asylbewerber nach Gruppenvergewaltigung deutscher Lehrerin verurteilt

Freitag, 03 März 2017 23:46

Wien - Vor dem Landesgericht Wien mussten sich neun irakische Asylbewerber wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung einer deutschen Lehrerin verantworten. Acht der Angeklagten wurden am Donnerstag zu Haftstrafen zwischen neun und dreizehn Jahren verurteilt. Das Opfer bekam zudem ein Schmerzensgeld von 25.000 Euro zugesprochen. Der neunte Beschuldigte wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen.

Da sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung Berufung einlegen wollen, ist das Urteil in diesem aufsehenerregenden Prozess noch nicht rechtskräftig. 

Die junge Frau aus Deutschland hatte Silvester 2015 mit einer Freundin in Wien verbracht. Vor einer Gaststätte war sie schwer alkoholisiert von mehreren Irakern aufgegriffen und in eine Wohnung verschleppt worden. Dort missbrauchten der Staatsanwaltschaft zufolge insgesamt neun Männer im Alter zwischen 22 und 48 Jahren nacheinander die 28-jährige Frau, einige sogar mehrfach. Acht der Asylbewerber sind miteinander verwandt. 

Vor Gericht leugneten sie, überhaupt in der Wohnung gewesen zu sein oder Geschlechtsverkehr mit der Frau gehabt zu haben, oder sie behaupteten, der Sex mit der wehrlosen Frau sei einvernehmlich gewesen. Nur einer der Männer zeigte Reue und legte ein Geständnis ab.Am Opfer konnten die DNA-Spuren von acht der Angeklagten nachgewiesen werden und Verletzungen im Intimbereich sowie blaue Flecken an mehreren Körperstellen dokumentiert werden. 

Nach dem zweistündigen Sex-Martyrium machten die Täter noch Smartphone-Selfies vom Opfer, das wegen seiner schweren Traumatisierung monatelang in einer psychiatrischen Klinik behandelt wurde. 

Die neun Iraker kamen im Jahr 2015 nach Österreich, wo fünf von ihnen bereits als Asylbewerber anerkannt sind. Laut dem österreichischen Innenministerium ist unklar, ob die Männer nach Verbüßung ihrer Haftstrafen in ihre Heimat abgeschoben werden.

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