Diese Seite drucken
Freigegeben in Politik

Zahl der beantragten kleinen Waffenscheine versechsfacht

Wegen wachsender Kriminalitätsangst werden in Bayern immer mehr Schusswaffen registriert

Montag, 24 April 2017 20:01

München - Zum 31. Dezember 2016 besaßen 204.000 Menschen in Bayern 1,149 Millionen erlaubnispflichtige Schusswaffen wie Pistolen und Gewehre. Dabei handelt es sich meist um die Waffen von Jägern, Sport- und Brauchtumsschützen sowie Sammlern.

Im vergangenen Jahr haben die bayerischen Behörden 12.707 Personen eine Erlaubnis zum Erwerb und Besitz einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe erteilt. Das sind 16,6 Prozent mehr Waffenbesitzkarten, als noch 2015 ausgestellt worden sind. 76 Privatpersonen wurde im letzten Jahr der große Waffenschein ausgestellt, der das Tragen einer Schusswaffe in der Öffentlichkeit erlaubt. 442 Bayern wurde die Waffenbesitzkarte aber auch wieder entzogen.

Bei der Beantragung von kleinen Waffenscheinen zum Führen einer Schreckschusspistole gab es eine Steigerung von 5.748 im Jahr 2015 auf 33.198 im letzten Jahr und damit eine Versechsfachung. Sicherheitsexperten sehen in der gesetzeskonformen Aufrüstung der Bürger eine Reaktion auf den nicht nur gefühlten, sondern auch faktischen Kriminalitätsanstieg in vielen Deliktgruppen.

Die vorgenannten Zahlen veröffentlichte das von Joachim Herrmann (CSU) geführte bayerische Innenministerium.

Artikel bewerten
(10 Stimmen)
Schlagwörter:

Ähnliche Artikel

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten