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Sicherheitsgefühl der Menschen hat massiv gelitten

Wegen wachsender Kriminalitätsangst legen sich immer mehr Bayern „kleine Waffenscheine“ zu

Donnerstag, 01 September 2016 22:54
Wegen wachsender Kriminalitätsangst legen sich immer mehr Bayern „kleine Waffenscheine“ zu Bildquelle: PIXABAY.COM

München - Immer mehr Menschen in Bayern besitzen den „kleinen Waffenschein“. Nach Angaben des Innenministeriums in München wurden bis Ende Juni insgesamt 71.608 dieser Berechtigungsscheine zum Führen von Signal- und Schreckschusswaffen ausgestellt. Ende Oktober 2015 gab es im Freistaat erst 46.690 und Ende Januar 2016 schon 54.133 kleine Waffenscheine.

Dieser Trend ist deutschlandweit zu beobachten. Laut dem Bundesinnenministerium waren im Nationalen Waffenregister (NWR) Ende 2015 285.911 kleine Waffenscheine gespeichert. Bis Ende Juli 2016 stieg die Zahl auf 412.512.

Über die Ursache dieser Zunahme glaubt das bayerische Innenministerium nur spekulieren zu können, weil die Antragsteller nicht angeben müssten, wozu sie den Waffenschein brauchen.

Das Sicherheitsgefühl der Bürger hat offenbar durch islamistische Terroranschläge im In- und Ausland und sexuelle Übergriffe durch Asylbewerber gelitten. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte sich im Mai die Aufrüstung mit der „gestiegenen Besorgnis in der Bevölkerung vor zunehmender Kriminalität durch Ausländer“, die aber unbegründet sei.

Die Zahl richtiger Schusswaffen, deren Besitz nur unter strengen Auflagen erlaubt ist, hat in Bayern hingegen kaum zugenommen. Nach Angaben des Innenministeriums haben die Bayern im Laufe vieler Jahre mehr als eine Million echter Schusswaffen legal erworben. Ende 2015 gab es im Freistaat 218.508 Waffenscheininhaber, die insgesamt 1.131.499 Gewehre und Pistolen besaßen.

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