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Bauern und Verbraucher treten gemeinsam für regionale Lebensmittelerzeugung ein

Unterschriftenaktion „Bayern braucht Bauern“ zur Förderung regionaler Lebensmittel gestartet

Freitag, 27 Mai 2016 14:46
Screenshot vom 27.05.2016 | www.bayern-braucht-bauern.de Screenshot vom 27.05.2016 | www.bayern-braucht-bauern.de

München - Bayerns Bauernpräsident Walter Heidl schlägt wegen der Existenzkrise heimischer Milchviehhalter infolge des Milchpreisverfalls Alarm und ruft Politiker und Verbraucher zur Unterstützung bäuerlicher Familienbetriebe auf. Genuss und Lebensart seien in Bayern untrennbar mit der Arbeit der Bauern verbunden, sagte er.

„Doch im Kampf um Marktanteile verschleudern die großen Handelskonzerne Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und Co. hochwertige Lebensmittel immer öfter zu Ramschpreisen“, kritisierte Heidl. „Die Preise für landwirtschaftliche Produkte liegen seit Wochen am Boden. Bauern bekommen viel zu wenig für ihre Erzeugnisse. Damit wird die bäuerliche Landwirtschaft in Bayern ruiniert. Qualität, Regionalität und Vielfalt drohen auf der Strecke zu bleiben.“

Um ein Zeichen der Solidarität mit den bäuerlichen Lebensmittelproduzenten zu setzen, gab das „Bündnis für Bayern“ auf einer Pressekonferenz in München den Startschuss für eine Unterschriftenaktion, die auch online unterstützt werden kann (http://www.bayern-braucht-bauern.de/). Die gesammelten Unterschriften sollen an den bayerischen Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin übergeben werden, um gesetzliche Änderungen im Sinne der bäuerlichen Familienbetriebe und der regionalen Lebensmittelerzeugung einzufordern.

Unterstützt wird die Unterschriftensammlung vom Bayerischen Bauernverband, dem Verbraucherservice Bayern, den Landfrauen, der Jungbauernschaft und dem Landesverband Bauernhof- und Landurlaub in Bayern.

Die fünf Hauptforderungen des „Bündnisses für Bayern“ sind die Sicherung der regionalen Lebensmittelerzeugung durch eine Aktualisierung der Bayerischen Verfassung, ein Verbot von Rabattaktionen bei Grundnahrungsmitteln, die Ergreifung kartellrechtlicher Maßnahmen gegen die Übermacht der großen Handelskonzerne, eine stärkere Unterstützung für bayerische Erzeugerorganisationen und eine klare Kennzeichnung von bayerischen Lebensmitteln.

Bayerns Bauernpräsident Walter Heidl betonte: „Gemeinsam mit anderen Verbänden und Organisationen wollen wir möglichst viele Unterschriften sammeln. Schließlich steht viel mehr auf dem Spiel als die regionale Lebensmittelerzeugung. Es geht um gutes Essen, um unsere Landschaft, um Heimat. Es geht um Bayern.“

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