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Hochmoderne neue Grenzanlage verfügt über Bewegungsmelder und Nachtsichtkameras

Ungarn baut einen zweiten Grenzzaun gegen illegale Zuwanderung

Mittwoch, 01 März 2017 04:01
Ungarn baut einen zweiten Grenzzaun gegen illegale Zuwanderung Quelle: de.wikipedia.org | Bőr Benedek | CC BY 2.0

Budapest - Nach einem Bericht der regierungsnahen Zeitung „Magyar Idok“ hat Ungarn mit dem Bau eines zweiten Sicherheitszauns an seiner Grenze zu Serbien begonnen. Die hochmoderne Anlage mit Bewegungsmeldern und Nachtsichtkameras soll den im Jahr 2015 errichteten Stacheldrahtzaun entlang der 175 Kilometer langen Südgrenze Ungarns verstärken. Ein Regierungssprecher bestätigte den Baubeginn am Grenzübergang Kelebia.

„Magyar Idok“ berichtet weiter, dass als Bauarbeiter eingesetzte Strafgefangene bereits im letzten November ein 10,3 Kilometer langes Teststück des High-Tech-Zauns fertiggestellt haben. Laut György Bakondi, dem wichtigsten Sicherheitsberater von Ministerpräsident Viktor Orbán, hat dieser Abschnitt die „Erwartungen übertroffen“. Dort habe es seither keinen illegalen Grenzübertritt mehr gegeben. 

Der Bau des zweiten Grenzzauns soll in zwei Monaten abgeschlossen sein. Im Sommer befürchtet die ungarische Regierung wieder deutlich steigende Flüchtlingszahlen. 

Ungarns im September 2015 fertiggestellte Grenzbefestigung zu Serbien und die wenige Wochen später errichtete Zaunanlage zu Kroatien lösten einen Dominoeffekt unter den Staaten entlang der Balkan-Route aus. Als auch Mazedonien einen Grenzzaun zu Griechenland baute, ebbte der Migrantenstrom deutlich ab.

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