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Stimmenverluste für CSU, SPD und Freie Wähler – AfD würde in Landtag einziehen

Umfrage: Joachim Herrmann liegt bei möglicher Seehofer-Nachfolge vor Markus Söder

Donnerstag, 07 Januar 2016 22:21
Joachim Herrmann (CSU) Joachim Herrmann (CSU) Quelle: csu-landtag.de

München - Im Ringen um die Nachfolge von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der in zweieinhalb Jahren aus dem Amt scheidet, liegt der bayerische Innenminister Joachim Herrmann in einer neuen Umfrage knapp vor Finanzminister Markus Söder. Wie das Meinungsforschungsinstitut GMS in einer repräsentativen Umfrage für Sat.1 Bayern ermittelt hat, belegt Seehofer nach wie vor den ersten Platz der favorisierten Regierungschefs: 66 Prozent der Befragten wünschen sich auch in Zukunft eine große Rolle für den CSU-Chef. Auf dem zweiten Platz rangiert Innenminister Herrmann mit 61 Prozent Zustimmung knapp vor Söder mit 60 Prozent und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner mit 58 Prozent. Bei den Anhängern der CSU liegt als Wunschnachfolger Seehofers jedoch Söder mit 67 Prozent vor Herrmann mit 65 Prozent.

Würde jetzt ein neuer Bayerischer Landtag gewählt, käme die CSU laut der Umfrage auf 45 Prozent der Stimmen gegenüber 47,7 Prozent bei der Landtagswahl 2013. Auch die SPD und die Freien Wähler würden im Vergleich zur letzten Wahl deutliche Stimmenverluste erleiden. Die bayerische SPD erhielte bloß 19 Prozent (2013: 20,6 %), und die Freien Wähler lägen mit sechs Prozent nur noch knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. Bei der letzten Landtagswahl kam die Partei von Hubert Aiwanger noch auf einen Stimmanteil von neun Prozent. Die FDP würde mit nur vier Prozent den Einzug in den Landtag verpassen.

Von den im Landtag vertretenen Parteien können nur die Grünen mit einer Ergebnisverbesserung von 8,6 Prozent auf 10 Prozent rechnen. Umfragegewinner ist die AfD, die mit sieben Prozent erstmals in den Landtag einzöge.

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