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Dorothea Gauland hat Eritreer aufgenommen

Tochter des AfD-Vize Alexander Gauland findet „schrecklich“, was ihr Vater sagt

Donnerstag, 25 Februar 2016 03:57
Alexander Gauland Alexander Gauland Quelle: AfD

Rüsselsheim – Die Tochter des stellvertretenden AfD-Bundesvorsitzenden Alexander Gauland, Dorothea Gauland, findet „schrecklich“, was ihr Vater zur Asyl- und Flüchtlingskrise sagt. Die 33-Jährige, die der Wochenzeitung „Die Zeit“ Rede und Antwort stand, arbeitet als evangelische Pastorin im hessischen Rüsselsheim und stellt ihr Engagement für Migranten unter anderem damit unter Beweis, dass sie einen Asylbewerber aus Eritrea bei sich im Pfarrhaus aufgenommen hat.

Zur Aufnahme des Afrikaners habe Alexander Gauland nicht viel gesagt, nur dass dies ihre Entscheidung sei und sie „auf sich aufpassen“ solle. Hinter den asyl- und migrationskritischen Äußerungen ihres Vaters vermutet Dorothea Gauland politisches Kalkül. „Er hat gemerkt, er kommt damit an“, so die Gauland-Tochter.

Alexander Gauland hatte die Asylkrise im Dezember letzten Jahres als „Geschenk“ für seine Partei bezeichnet. Zum anhaltenden Zustrom von Migranten nach Deutschland erklärte er nun gegenüber der „Zeit“: „Einen Wasserrohrbruch dichten Sie auch ab.“ Man müsse die Grenzen schließen „und dann die grausamen Bilder aushalten. Wir können uns nicht von Kinderaugen erpressen lassen“.

Gauland leitete von 1987 bis 1991 die hessische Staatskanzlei unter Ministerpräsident Walter Wallmann (CDU). Später war er Herausgeber der in Potsdam erscheinenden Tageszeitung „Märkische Allgemeine“, 2013 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der AfD. Gaulands Lebensgefährtin Carola Hein ist Lokalredakteurin bei der „Märkischen Allgemeinen“, seine Tochter Dorothea stammt aus erster Ehe.

Letzte Änderung am Montag, 29 Februar 2016 07:17
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