bayern-depesche.de

Freigegeben in Politik

Arbeitstreffen der bayerischen Bezirksheimatpfleger in Bad Abbach

Staatssekretär Bernd Sibler (CSU) lobt Arbeit der Heimatpfleger: „Heimat stiftet Identität“

Dienstag, 22 November 2016 05:30
Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (CSU) Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (CSU) Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Bad Abbach - Auf Initiative des niederbayerischen Bezirksheimatpflegers Maximilian Seefelder fand in einem aufwändig sanierten Jurahaus in Bad Abbach ein hochkarätig besetztes Arbeitstreffen zu Fragen des staatlichen Denkmaletats, zum Entschädigungsfonds sowie zum Landesentwicklungsplan statt. Die Instandsetzung dieses denkmalgeschützten Anwesens, dessen Geschichte bis ins Jahr 1150 zurückverfolgt werden kann, war im Jahr 2010 mit dem Denkmalpreis des Regierungsbezirks Niederbayern ausgezeichnet worden.

Teilnehmer der Tagung im Landkreis Kelheim waren die bayerischen Bezirksheimatpfleger, Generalkonservator Mathias Pfeil und Bernd Sibler, seines Zeichens Staatssekretär im bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Die Bezirksheimatpfleger, die im Rahmen ihres Kulturauftrags auch in der Denkmalpflege aktiv sind, betonten die Wichtigkeit des konstruktiven Austauschs und der Kooperation mit der staatlichen Denkmalschutzbehörde.

Kulturstaatssekretär Bernd Sibler sagte: „Der Heimatpflege kommt gerade in Zeiten der Globalisierung besondere Bedeutung zu. Heimat stiftet Identität. Sie kennt vielfältige Ausdrucksformen: Unsere Tradition und Kultur finden wir in Denkmälern ebenso bewahrt wie in der Regionalgeschichte.“ Auch Sprache und Literatur sowie Tracht und Volksmusik seien wertvolle Kulturgüter. „Bezirksheimatpfleger leisten in ihrer jeweiligen Region einen wichtigen Beitrag, diese für nachfolgende Generationen zu erhalten, und tragen so zur Weiterentwicklung kultureller Identität bei“, lobte Sibler.

Bei dem Treffen in Bad Abbach bestätigten sich die Eindrücke von früheren Regionalkonferenzen. Die Bezirksheimatpfleger wünschen sich eine Optimierung der fachlichen Angebote durch eine stärkere Vernetzung mit den Kulturinstitutionen vor Ort. Bezirksheimatpfleger Maximilian Seefelder regte zudem die Einrichtung eines regionalen Museumskoordinators an, der vor allem personal- und finanzschwache Einrichtungen unterstützen könnte.

Zu den vom Freistaat ausgeschriebenen Heimat- und Dialektpreisen äußerten sich die Fachleute ebenfalls und forderten verbindliche Qualitätskriterien, damit dem Engagement für Kultur und Heimatpflege auch in der öffentlichen Wahrnehmung der verdiente Stellenwert zukommt.

Sibler hatte wiederholt hervorgehoben, dass die Heimatpfleger regional bestens verwurzelt seien und deshalb über große Kenntnisse der kulturellen Besonderheiten der jeweiligen Region verfügten. Mit ihrer Arbeit würden sie in Bayern dem immateriellen Kulturerbe viel Geltung verschaffen.

Artikel bewerten
(9 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten