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Antrag für Werbeverbot in Verbraucherausschuss des Landtages eingebracht

SPD-Gesundheitspolitikerin Ruth Müller kämpft gegen überzuckerte „Kinderlebensmittel“

Samstag, 01 April 2017 08:25
SPD-Gesundheitspolitikerin Ruth Müller SPD-Gesundheitspolitikerin Ruth Müller Quelle: BayernSPD Landtagsfraktion

München - Speziell auf Kinder ausgerichtete Werbung für überzuckerte Lebensmittel soll nach den Vorstellungen der SPD-Landtagsfraktion verboten werden. Der Verbraucherschutzausschuss des Bayerischen Landtages hat sich am Donnerstag mit einem entsprechenden Antrag befasst.

Die SPD-Gesundheitspolitikerin Ruth Müller befürchtet nachhaltige Gesundheitsschäden für Kinder durch künstlich nachgezuckerte Lebensmittel und pocht auf ein Werbeverbot: „Die Werbetricks der Hersteller sind perfide. Da werden Produkte als für Kinder besonders geeignet dargestellt, obwohl sie eigentlich gesundheitlich bedenklich sind. Das wollen wir ändern.“ Der im Ausschuss mehrheitlich abgelehnte SPD-Antrag zielte auf eine Bundesratsinitiative gegen solch irreführende Werbung.

Zu den besonders aggressiv beworbenen „Kinderlebensmitteln“ gehören nach Müllers Auffassung Frühstückscerealien. Die „Stiftung Warentest“ sei nach einem Test von 30 dieser Produkte zu dem Schluss gekommen, dass keines als Kinderfrühstück zu empfehlen sei, weil der durchschnittliche Zuckergehalt bei 32,5 Prozent liege.

Die SPD-Abgeordnete warnt: „Der übermäßige Konsum von Zucker führt zu schlechten Zähnen, Übergewicht, und ist ein Risikofaktor für Diabetes. Schon heute gibt es allein in Bayern rund 300.000 übergewichtige Kinder.“ Die Gesundheit müsse Vorrang vor dem Gewinnstreben von Unternehmen haben.

Letzte Änderung am Samstag, 01 April 2017 08:33
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