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Ausbruch der Infektionen nach Aschermittwoch?

Ruth Waldmann (SPD) befürchtet ein Ausbreiten des Coronavirus mit dem Faschingstreiben

Mittwoch, 26 Februar 2020 10:59

München - Nachdem 14 der 16 Personen, die mit dem Coronaviusinfiziert sind aus Bayern kommen, fordert die SPD im Landtag von der bayerischen Staatsregierung mehr Informationen bezüglich der Krankheit. Über die damit verbundenen Gefahren, Gegenmaßnahmen und Verhaltensweisen soll die Bevölkerung umfangreich informiert werden.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Waldmann dazu: „Der Ausbruch des Virus in Italien schafft eine neue Situation und hat auch für Bayern Auswirkungen. Nicht zuletzt in der Faschingswoche fahren viele Bayern nach Norditalien und könnten sich dort anstecken.“

Panik vermeiden

„Damit keine Panik aufkomme, fordert Waldmann von der Staatsregierung eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung: „Die Leute müssen wissen, was auf sie zukommen kann und wie sie sich angesichts der potenziellen Bedrohung oder im Ansteckungsfall verhalten sollen. Maßnahmen wie Abriegelungen oder häusliche Quarantäne müssten erklärt und begründet werden - und das rechtzeitig vorher.“

Empfehlung des Gesundheitsministerium an Italien-Rückkehrer

Am Montag teilte das Gesundheitsministerium in München mit, dass Personen die in Italien mit einem Coronavirus-Fall persönlichen Kontakt hatten, sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden sollen. Zum Glück habe es mit Montag keine weiteren bestätigten Coronavirus-Fälle gegeben.

Von Seiten des deutschen Außenministeriums gibt es bislang „keineReisewarnung für Italien“, eine solche sei auch nicht geplant. Hingegen hat das Auswärtige Amt am Morgen seine Reise- und Sicherheitshinweise angepasst. Das Amt bitte „alle Reisenden nach Italien, diese auch aufmerksam zu verfolgen“

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