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60.000 bayerische SPD-Mitglieder können erstmals in Urwahl den Landesvorsitzenden wählen

Nun wollen sechs Kandidaten Nachfolger Florian Pronolds als Chef der Bayern-SPD werden

Donnerstag, 02 März 2017 00:42
Florian Pronold (SPD) Florian Pronold (SPD) Foto: Susie Knoll, http://www.susieknoll.de

München - Bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist am 28. Februar haben sechs Sozialdemokraten ihre Kandidatur als Nachfolger des bayerischen SPD-Chefs Florian Pronold angekündigt. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium hatte Anfang Februar erklärt, sich auf dem Landesparteitag im Mai nicht zur Wiederwahl zu stellen.

Als Favoriten für den Landesvorsitz gelten die bayerische SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen, für deren Wahl sich Pronold aussprach, und der Münchner Landtagsabgeordnete Florian von Brunn. Er fordert einen „echten personellen Neuanfang“ und mehr Basisbeteiligung im Landesverband. Von Brunn hat Pronold und Kohnen zudem einen falschen Umgang mit der CSU vorgeworfen und erklärt: „Wir müssen viel stärker offensiv spielen und angriffslustige Öffentlichkeitsarbeit machen.“ 

Ein weiterer Kandidat ist der Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel, der auf Vorschlag des Landesvorstandes der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) antritt. „Die Bayern-SPD braucht jetzt Erfahrung, Vertrauen und Profil. Wer mit sozialer Gerechtigkeit Wahlen gewinnen will, muss von seiner Biografie, Persönlichkeit und Sachkompetenz her glaubwürdig sein“, begründete die AfA Barthels Bewerbung. 

Die drei weiteren Kandidaten sind eher unbekannt oder allenfalls lokale Akteure auf der politischen Bühne. Dazu gehört der niederbayerische Berufsschullehrer und Kommunalpolitiker Uli Aschenbrenner. 

Erstmals können die etwa 60.000 bayerischen SPD-Mitglieder in einer Urwahl entscheiden, wer den Landesvorsitz übernehmen soll. Die Briefwahl wird nach Medienberichten von Anfang April bis zum 11. Maimöglich sein. Auf dem Parteitag am 20. und 21. Mai in Schweinfurt soll der Nachfolger Florian Pronolds dann offiziell gewählt werden.

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