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„Innereuropäisches Korrektiv“

Norbert Hofer (FPÖ) empfiehlt Beitritt Österreichs zur Visegrád-Gruppe

Mittwoch, 23 November 2016 23:03
Norbert Hofer (FPÖ) Norbert Hofer (FPÖ) Quelle: Parlament.gv.at

Wien/Budapest – Der FPÖ-Kandidat zur Bundespräsidentenwahl in Österreich, Norbert Hofer, hat in einem Interview mit der ungarischen Online-Zeitung „Visegrád Post“ für einen Beitritt seines Landes zur Visegrád-Gruppe ausgesprochen. „Ich glaube, es wäre von Vorteil für unser Land, der Visegrád-Gruppe beizutreten. Sowohl geografisch wie auch historisch würde Österreich gut mit der Visegrád-Gruppe zusammenarbeiten können. Diesbezüglich habe ich auch bei meinem Besuch beim tschechischen Präsident Milos Zeman äußerst konstruktive Gespräche geführt“, so Hofer.

Der freiheitliche Präsidentschaftskandidat weiter: „Ich denke, eine starke Visegrád-Gruppe kann dringende Reformen aus der EU aus dem Inneren heraus anstoßen.“ Für einen Beitritt bedürfe es jedoch eines Beschlusses des Nationalrats, der Präsident könne dies „nicht im Alleingang bestimmen“.

Für Hofer sind die vier Visegrád-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn „bereits jetzt ein innereuropäisches Korrektiv, vor allem im Bereich der Flüchtlings- und Migrationskrise“. Positiv bewertete er auch die enge Beziehung zu Russland. „Die unsäglichen Russlandsanktionen, die politisch zu keiner Veränderung geführt haben, aber enormen wirtschaftlichen Schaden verursacht haben, vor allem für Österreich, stehen den Interessen Mitteleuropas entgegen.“

Eine Kooperation mit Russland sei „nicht nur wünschenswert, sie kann auch zu einem für Mitteleuropa vorteilhaften Ergebnis führen. Ziel muss dabei die Beendigung der Sanktionen sein“, so der FPÖ-Kandidat im Gespräch mit der „Visegrád Post“.

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