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Österreichischer Bundespräsidentenkandidat sieht „große Chancen“ für die Petry-Partei

Norbert Hofer (FPÖ): „Die AfD ist in einer Phase, in der wir auch mal waren“

Montag, 12 September 2016 18:15
Norbert Hofer, FPÖ Norbert Hofer, FPÖ Quelle: FPÖ

Wien – Der Kandidat der FPÖ zur Bundespräsidenten-Stichwahl in Österreich, Norbert Hofer, hat in einem Interview mit dem Magazin „Stern“ Stellung zu dem Wahlsieg der AfD in Mecklenburg-Vorpommern genommen. „Die AfD ist in einer Phase, in der die FPÖ auch einmal war“, so Hofer. Er sehe „große Chancen“, aber auch „ähnliche Probleme, wie wir sie früher in der FPÖ hatten“, etwa durch ein zu rasches Wachstum oder innerparteiliche Kursdebatten.

Hofer kritisierte in dem „Stern“-Interview einmal mehr die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Öffnung der Grenzen im September 2015. Er hätte „so schnell wie möglich darauf geachtet, dass die Schengen-Außengrenze funktioniert“, erklärte Hofer. „Wir, die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, haben uns selbst das Versprechen gegeben, die Grenzen innerhalb der Union abzubauen, weil ja die Außengrenze gesichert sein wird. Wir haben unser Versprechen an uns selbst gebrochen“, beklagte der freiheitliche Politiker.

Wenn es keine sicheren Außengrenzen gebe, „dann ist Schengen gescheitert“. In diesem Fall bleibe nichts anderes übrig, „als die eigenen Grenzen zu sichern“. Die FPÖ erwäge daher eine Volksabstimmung über die Schengen-Mitgliedschaft Österreichs.

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