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70 Prozent der abtreibenden Frauen sind zwischen 18 und 34 Jahre alt

Niedrigste Zahl an Schwangerschaftsabbrüchen in Bayern seit dem Jahr 2000

Samstag, 25 März 2017 00:13

München - Im letzten Jahr wurden 11.483 Schwangerschaftsabbrüche bei Frauen mit bayerischem Wohnsitz durchgeführt. Aus Sicht von Kirchen und Lebensschützern sind das erschreckend viele Abtreibungen. Trotzdem sank die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf den niedrigsten Stand seit 2000.Damit setzte sich der in Bayern seit 2004 rückläufige Trend fort, dessen einzige Ausnahmen die Jahre 2011 und 2014 mit einem Anstieg darstellten.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik waren im letzten Jahr 70,0 Prozent der betroffenen Frauen zum Zeitpunkt des Schwangerschaftsabbruches zwischen 18 und 34 Jahre alt. 18,3 Prozent der abtreibenden Frauen waren 35 bis 39 Jahre alt, 8,9 Prozent 40 Jahre und älter sowie 2,8 Prozent unter 18 Jahren.

Differenziert nach Familienstand machten verheiratete Frauen 2016 einen Anteil von 41,8 Prozent unter den Schwangerschaftsabbrüchen aus. Im Jahr 2000 betrug der Anteil der verheirateten Frauen sogar 48,3 Prozent.

86,1 Prozent der Abtreibungen führten die Ärzte in gynäkologischen Arztpraxen beziehungsweise OP-Zentren ambulant durch. Nur 976 und damit 8,5 Prozent fanden 2016 ambulant in Krankenhäusern statt. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (69,6 Prozent) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt, bei 17,7 Prozent kamen medikamentöse Verfahren zum Einsatz.

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