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Österreich: Täter soll äußerst brutal vorgegangen sein

Mutmaßlicher algerischer Vergewaltiger: „Ich bin gekommen, um die Frauen zu f***en“

Donnerstag, 15 September 2016 20:13
Der mutmaßliche Vergewaltiger (35) Der mutmaßliche Vergewaltiger (35) Quelle: SPK Linz

Linz – Am Dienstag hat vor dem Landesgericht Linz ein Prozess begonnen, der weit über die Grenzen Österreichs hinaus auf öffentliches Interesse stößt. Angeklagt ist ein 35-jähriger algerischer Migrant, der im April an der Linzer Donaulände, einem öffentlichen Park in Zentrumsnähe, versucht haben soll, eine Frau zu vergewaltigen.

Der Beschuldigte, der die oberösterreichische Justiz schon seit Jahren beschäftigt, aber bisher aufgrund eines fehlenden Abkommens mit Algerien nicht abgeschoben werden konnte, bestreitet zwar die Tat, räumte jedoch unumwunden ein, dass er weniger aus politischen denn aus sexuellen Gründen in die Alpenrepublik „geflohen“ sei. „Ich bin nach Österreich gekommen, um hier die Frauen zu f***en“, so der 35-Jährige wortwörtlich.

Der mutmaßliche Vergewaltiger ist bereits in Frankreich und Österreich mehrfach vorbestraft, sein Asylantrag in Österreich wurde abgelehnt, er hatte sogar Einreiseverbot. Im November 2015 soll er schon mal versucht haben, eine Frau zu vergewaltigen. In einem anderen Prozess vor dem Bezirksgericht Linz muss er sich derzeit wegen des Verdachts auf Körperverletzung verantworten.

Prozessbeobachter berichteten, dass der Algerier, der sich momentan in U-Haft befindet, am ersten Verhandlungstag vor dem Landesgericht noch nicht einmal seinen Namen nennen wollte. Wahrscheinlicher Hintergrund: Der Mann ist ebenfalls wegen Urkundenfälschung angeklagt, da er offenbar unter mehreren Identitäten aufgetreten ist.

Eine Schülerin, die am Tag der Tat an einer nahe gelegenen Bushaltestelle umsteigen wollte, sagte vor Gericht aus: „Die Frau kam auf mich zu und war voller Blut. Man konnte ihr Gesicht nicht mehr erkennen. Sie sagte zu mir: Ich wurde vergewaltigt.“ Den mutmaßlichen Täter konnte das Mädchen bei einer Gegenüberstellung sofort wiedererkennen.

Nach Verlesung der Zeugenaussagen fragte die Vorsitzende Richterin Ursula Eichler den Beschuldigten, ob er nicht etwas an seiner Aussage ergänzen wolle, da die Aussagen des Opfers, des Mädchens und weiterer Zeugen sowie DNA-Spuren ihn schwer belasten würden. Über seinen Dolmetscher ließ er das Gericht daraufhin wissen: „Ich habe diese Frau noch nie in meinem Leben gesehen.“ Richter Ralf Sigl versuchte es danach nochmal mit einer gezielten Provokation: „Ich frage mich, ob bei Ihnen im Kopf alles in Ordnung ist?“ Der Algerier wiederholte jedoch mehrmals: „Ich schwöre bei Allah, dass ich diese Frau nicht vergewaltigt habe.“ 

Das Opfer musste dies vor Gericht miterleben. Der gemäß psychologischem Attest schwer traumatisierten Frau wurden schwere Verletzungen an der linken Gesichtshälfte zugefügt, als sie brutal niedergeschlagen wurde. Während das Video mit ihrer Aussage vorgespielt wurde, konnte sie es dann im Gerichtssaal nicht mehr aushalten und verließ mit einer Angehörigen weinend den Raum. Wie bekannt wurde, hat sie bereits mehrere medizinische Behandlungen hinter sich, ist in psychotherapeutischer Betreuung und muss gegen ihre Schlafstörungen und Angstzustände starke Medikamente einnehmen.

Der Prozess wurde schon kurz nach seinem Auftakt wegen der vom Verteidiger des Angeklagten beantragten Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens auf unbestimmte Zeit vertagt. Sollte die Unzurechnungsfähigkeit des Täters aufgrund eines psychischen Defekts festgestellt werden, würde eine Einweisung in eine Spezialklinik folgen. Bei voller Schuldfähigkeit drohen dem Algerier bis zu 10 Jahre Haft, bei zusätzlichen schweren Folgeschäden des Opfers könnten es sogar bis zu 20 Jahre werden.

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