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80 Prozent der Bayern-Besucher kommen aus dem Inland

Ministerin Ilse Aigner (CSU): 2015 wieder ein Rekordjahr für bayerischen Tourismus

Dienstag, 16 Februar 2016 19:54
Blick auf den Spitzingsee in Oberbayern Blick auf den Spitzingsee in Oberbayern Quelle: BAYERN DEPESCHE

München - Bei der Vorstellung der Tourismus-Bilanz für das Jahr 2015 konnte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) äußerst positive Daten vermelden. Im letzten Jahr wurden 34,2 Millionen Gästeankünfte und 88,1 Millionen Übernachtungen im Freistaat gezählt. Das entspricht laut Aigner einer „sehr beachtlichen“ Steigerung von 5,4 beziehungsweise 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das wie alle Jahre seit 2009 auch schon ein Rekordjahr für den bayerischen Tourismus war. Aigner resümierte: „Bayern ist Tourismusland Nummer eins in Deutschland.“ Für 2016 hofft sie auf die Bestmarke von 90 Millionen Gästeübernachtungen.

Fast drei Viertel aller Übernachtungen fänden in den Landkreisen statt. Damit sei der Tourismus gerade im ländlichen Raum ein großer Wirtschaftsfaktor, so die Ministerin. Für die Alpenregion weist die Statistik eine Zunahme von 7,6 Prozent bei den Ankünften aus. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen stieg die Zahl der Ankünfte von 888.552 im Jahr 2014 auf 973.948 im letzten Jahr.

Deutlich zulegen konnte mit 5,2 Prozent mehr Ankünften und 4,5 Prozent mehr Übernachtungen auch der Städtetourismus in Bayern. Zuwächse gab es ebenfalls in den Sparten Campingtourismus und Bauernhof-Urlaub.

80 Prozent aller Bayern-Urlauber stammten aus dem Inland. Die meisten ausländischen Gäste kamen aus den Niederlanden, Österreich und den USA. Während die Zahl russischer Gäste in Bayern 2015 um rund ein Drittel einbrach, stieg im Gegenzug die Zahl chinesischer Urlaubsgäste.

Magneten der diesjährigen Tourismus-Saison sollen bayerische Genussmittel werden. Aus Anlass des 500-jährigen Jubiläums des deutschen Reinheitsgebotes für Bier will sich Bayern als Land des Bieres präsentieren. Aigner hält das für sehr zugkräftig: „Bier und Spazieren, Bier und Bergsteigen, Bier und Radeln – natürlich das Bier immer nachher.“ Tatsache ist, dass Bayern das Bundesland mit der höchsten Bierproduktion ist. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden wurde 2015 jedes vierte deutsche Bier im Freistaat gebraut, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 23,4 Prozent.

Martin Spantig von der Bayern Tourismus Marketing GmbH setzt außerdem darauf, dass „die Stille“ bei den beliebtesten Urlaubsfaktoren „die Sonne“ verdrängt. Im Urlaub suchten die Menschen den Gegenpol zum stressigen Berufsalltag und fänden in der Stille den „neuen Luxus“. Mit Ruhe- und Gesundheitstourismus könne Bayern punkten und damit auch rückläufigen Ski-Tourismus kompensieren, glaubt Spantig.

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