bayern-depesche.de

Freigegeben in Politik

Neben der Spur:

Markus Söder will Ausgangssperre für Geimpfte und Genesene aufheben

Mittwoch, 05 Mai 2021 10:32
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, hier mit Cengiz Ehliz, CSU-Unternehmer des Jahres 2019 Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, hier mit Cengiz Ehliz, CSU-Unternehmer des Jahres 2019 Quelle: BAYERN DEPESCHE

München - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der sich in der Corona-Krise ansonsten stets damit profilieren wollte, dass er sich für Verschärfungen von Maßnahmen einsetzte, versucht es nunmehr angesichts fallenden Zuspruchs für seine CSU mit dem glatten Gegenteil: Wie er nun ankündigte, möchte er die Ausgangssperren für Geimpfte und Genesene entgegen der noch geltenden „Bundesnotbremse“ im Alleingang aufheben. Abgesehen davon, dass die Ausgangssperren, wie von der BAYERN DEPESCHE bereits berichtet, ohnehin nicht nur wirkungslos, sondern daher auch verfassungswidrig sein dürften, erweist sich Söder hiermit abermals als grenzenloser Opportunist und Populist. Es ist offensichtlich und zwingend notwendig, dass mindestens Genesene und auch negativ Getestete, das heißt nachweislich Gesunde, keinerlei Einschränkungen der Grundrechte unterliegen dürfen. Die „Freigabe“ von Grundrechten für Geimpfte ist hingegen moralisch insgesamt sehr bedenklich, da auf diesem Wege ein faktischer Impfzwang geschaffen wird.

Bei einer entsprechenden Behandlung, für die der bisher verwendete, traditionelle Begriff „Impfung“ insgesamt medizinisch eher unpassend ist, liegt in jedem Falle eine Körperverletzung vor. Ob das Medikament in seinen Augen ausreichend getestet ist, Langzeitwirkungen hinlänglich bekannt sind und daher die Risiken tragbar sind, muss hingegen jeder Bürger für sich entscheiden können. Auf der Basis dieser Einschätzung willigt er sodann in die Körperverletzung ein oder eben nicht. Nachteile dürfen ihm auf der Basis dieser Entscheidung nicht entstehen. Es ist völlig absurd und untragbar, dass auf derGrundlage der avisierten Regelung gesunde Menschen ihrer Grundrechte beraubt und unter einen Generalverdacht gestellt werden. Wie „Genesene“ dann tatsächlich als solche identifiziert werden können und sollen, bleibt bisher ebenfalls rätselhaft. Es dürfte mittlerweile eine große Zahl von unbekannt oder nicht nachweisbar infizierten und genesenen Menschen geben. Falsch ist auch die Denkweise, Impfungen als zentrales Mittel der Problemlösung in Pandemien einzuschätzen. Die Erkenntnisse zum Effekt der Impfungen lassen bereits erkennen, dass die Behandlung bei einigen Varianten des Virus mehr, bei anderen weniger erfolgreich ist. Hinsichtlich der weiteren Infektiosität Geimpfter bei möglicher abermaliger Erkrankung bestehen noch Erkenntnislücken. Die Wirksamkeit der aktuellen Impfstoffe gegen zukünftige Mutationen ist fragwürdig. Es ist nicht auszuschließen und sogar wahrscheinlich, dass eine höhere Quote von Geimpften in der Bevölkerung das Virus geradezu zu Mutationen zwingt, um zu überleben. Einzelne Studien kommen sogar zu dem Ergebnis, dass Geimpfte für bestimmte Mutationen empfänglicher sind als Ungeimpfte.

Das Entstehen von Teufelskreisen erscheint möglich. An den biologischen und ökologischen Gründen für vergleichbare Pandemien setzen Impfungen in keiner Weise an. Die Abhängigkeit der Gesellschaft von Pharmakonzernen wird dagegen in jedem Falle erhöht.

Das Handeln Markus Söders stellt sich mithin als blanker Aktionismus dar, der lediglich darauf abzielt, die Umfragewerte seiner Partei zu verbessern. Das Frühjahr ist eingekehrt und die Infektionszahlen werden auch unabhängig von „Notbremsen“ und politischen Maßnahmen wieder zurückgehen. Die Eigenverantwortlichkeit und Einsicht unserer Bürger ist und bleibt das zentrale Fundament der Pandemiebekämpfung. Vertrauen in politisches Handeln wird durch Personen wie Markus Söder in keiner Weise gefördert.

Artikel bewerten
(18 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten