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Michael Stürzenberger

Münchner Islam-Kritiker sprach in Meißen

Freitag, 07 August 2015 06:10
"Initiative Heimatschutz" in Meißen "Initiative Heimatschutz" in Meißen Quelle: BAYERN DEPESCHE

Meißen - Seit Wochen demonstriert im sächsischen Meißen die „Initiative Heimatschutz“ mit immer mehr Resonanz gegen die Asylpolitik der etablierten Parteien. Für ihre Kundgebung am 5. August unter dem Motto „Meißen sagt Nein zu Asylbetrug und Politikversagen“ hatte die Organisatorin den bekannten Münchner Islam-Kritiker Michael Stürzenberger eingeladen. Dieser hielt in der Neugasse der sächsischen Kreisstadt eine Rede vor etwa 600 Bürgern, die mit viel Zustimmung aufgenommen wurde. Die BAYERN DEPESCHE war vor Ort.

Stürzenberger begrüßte die versammelte Bürgerschaft mit den Worten „Hallo Meißen! Hallo Sachsen! Hallo Deutschland!“ und lobte angesichts des „hemmungslosen Asylmissbrauchs“ den Widerstandsgeist der Menschen im Osten, die sich noch auf die Straße trauten. Mit Blick auf „Hunderttausende Asyl-Missbraucher“ forderte er die Bundestagsparteien auf, endlich Politik im Sinne des Schriftzuges am Reichstagsgebäude zu machen, nämlich die Politik „dem deutschen Volke“ zu widmen. In freier Rede sprach Stürzenberger von einer „Völkerwanderung aus Afrika“ und wandte sich mit scharfen Worten gegen die gängige Mediendarstellung von „traumatisierten Flüchtlingen“; stattdessen handele es sich weitgehend um „aggressive und testosteron-gesteuerte junge Männer“. Dann ging er mit den allgemeinen politischen Verhältnissen ins Gericht und beklagte u. a. den selbstzerstörerischen „Schuldkult“, die Verhältnisse in München, wo kürzlich der asylpolitische Katastrophenfall ausgelöst werden musste (die BAYERN DEPESCHE berichtete), und kritisierte die „linken Meinungsfaschisten“, die auf den „Schuttplatz der Geschichte“ gehörten. Wer Ausländerkriminalität, Asylmissbrauch und Islamisierung nicht ernst nehme, handele nach dem Motto: „Heute bin ich tolerant und morgen tot im eigenen Land.“

Damit war Stürzenberger auch bei seinem Hauptthema, mit dem er es bayernweit zu einer gewissen Bekanntheit gebracht hat: dem Kampf gegen den Koran „als dem gefährlichsten Buch der Welt“ und der Absage an Moscheen als potentiellen Brutstätten des Terrors. Er sagte: „Wer den Islam-Chip im Kopf hat, verachtet alle Nicht-Muslime – egal, ob Christen oder Atheisten.“ Und wer wie Angela Merkel erkläre, dass der Islam zu Deutschland gehöre, könne auch gleich sagen: „Die Schafe gehören zum Metzger.“ Nach seiner Merkel-Kritik brandeten rhythmische „Merkel-muss-weg“-Rufe auf. Der Bayer, der sich bei seinen sächsischen Zuhörern sichtbar wohl fühlte, forderte gegen den „linken Ungeist“ eine „Gegenbewegung von unten, eine Gegenbewegung des gesunden Menschenverstandes“. Er schloss unter großem Applaus mit den Worten: „Wir sind das Volk! Wir sind die Guten!“

Die 80 bereitstehenden Polizisten hatten einen ruhigen Einsatz, da eine schwach besuchte Gegenveranstaltung mehrere hundert Meter entfernt stattfand und die Kundgebung der überparteilichen „Initiative Heimatschutz“ ohne jede Störung verlief.

Die „Sächsische Zeitung“ berichtet über Stürzenbergers Auftritt anderntags mit einer Mischung aus Polemik und Falschdarstellung: „Der bayrische Rechtspopulist Michael Stürzenberger erklimmt als Hauptredner die niedrige Bühne. Die Kritik am Islam ist seit Jahren sein Thema. Routiniert spult er einen Katalog an Stereotypen ab. Hunderttausende triebhafte Muslime lässt er vor seinen Zuhörern nach Deutschland marschieren – mit dem Auftrag, das christliche Abendland zu vernichten und die hübschen Meißnerinnen zu schänden. ‚Wollt Ihr das‘, brüllt Stürzenberger in die Menge. ‚Nein‘ und ‚Buh‘, kommt es zurück. Jeder Muslim sei ein Terrorist. In diesem Satz fasst Stürzenbergers seinen halbstündlichen Monolog zusammen. Beifall und Nicken aus dem Publikum.“

Der letzte Satz ist zutreffend.

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