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Einsatz für Asylbewerber und gegen Rechtsextremismus

Linksorientierter Bayerischer Jugendring (BJR) fordert das Wahlrecht ab vierzehn Jahren

Montag, 15 August 2016 16:36

München - Sein Selbstverständnis beschreibt der Bayerische Jugendring (BJR) so: „Der BJR setzt sich für die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Bayern ein. Mit den Mitteln der Jugendarbeit und -politik vertritt er die Belange aller jungen Menschen im Freistaat.“

Anlässlich des „Internationalen Tags der Jugend“ am 12. August in München hat der BJR seine langjährige Forderung nach Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre erneuert. 

„Jugendliche sind in der Lage, sich eine Meinung zu bilden“, ist die stellvertretende Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft, Gabriele Weitzmann, überzeugt. „Jugendliche möchten etwas bewirken, nicht nur zuschauen.“ Die Resonanz auf Jugendparlamente, Zukunftswerkstätten und Jugendräte in den Kommunen zeige, dass die jungen Menschen am politischen Diskurs teilhaben wollen. „Der Wunsch, die Zukunft aktiv mitzugestalten, ist bei den meisten Jugendlichen sehr hoch“, sagt Weitzmann.

Bei der Veranstaltung „Auf dem Schirm: Jugend gestaltet Europa mit“ am 30. Mai 2016, zu der er gemeinsam mit der bayerischen Staatsregierung eingeladen hatte, untermauerte BJR-Präsident Matthias Fack die Bedeutung von Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche: „Europa muss das Potential junger Menschen entdecken, um eine gemeinsame Zukunft gestalten zu können. Die bayerische Jugendarbeit unterstützt die europäische Idee, junge Menschen bringen sich ein und diskutieren mit.“

Auch bei dieser Gelegenheit unterstrich Matthias Fack die BJR-Forderung nach einer Absenkung des Wahlalters: „Echte Partizipation braucht aber mehr, angefangen bei dem Recht, ab 14 Jahren wählen zu dürfen.“

Die letzte „U18-Wahl“ in Bayern im Jahr 2013 zeigte allerdings keine große Wahlbegeisterung: Nur 6.000 Jugendliche gaben bayernweit ihre Stimme ab. Während CSU und SPD deutlich schlechter als bei den Erwachsenen abschnitten, bekamen die „Piraten“ 13 Prozent der Stimmen.

Beim Blick auf die Internet-Präsentation des Bayerischen Jugendrings wird man den Verdacht nicht los, dass sich hier eine linksorientierte Organisation durch ein Jugendwahlrecht noch mehr Einflussmöglichkeiten auf Jugendliche erhofft. Auf der Internet-Seite liest man sofort die Meldungen „Das Aktionsprogramm des BJR: Flüchtlinge werden Freunde“, „Jugendverbände öffnen sich für Integration: Potential Vielfalt“ und „Die LKS gegen Rechtsextremismus: Demokratie leben“.

Die Verführbarkeit junger Muslime durch Islamisten und die Erdogan-Begeisterung hiesiger türkischer Jugendlicher scheint für den BJR hingegen kein Thema zu sein.

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