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CSU-Delegation weilte vier Tage in Sankt Petersburg

Kulturpolitiker Oliver Jörg (CSU) fordert Ausbau der Wissenschaftsbeziehungen zu Russland

Montag, 27 Juni 2016 18:51

Sankt Petersburg/München - Der CSU-Politiker Oliver Jörg hat im Rahmen einer viertägigen Informationsreise nach Sankt Petersburg die Intensivierung des kulturellen und wissenschaftlichen Austauschs zwischen Russland und Bayern gefordert. „Bei allen Gesprächspartnern haben wir ein enormes Interesse der russischen Seite an der bayerischen Kultur- und Wissenschaftspolitik und an einer Vertiefung der beiderseitigen Beziehungen festgestellt“, erklärte der Vorsitzende des Arbeitskreises Wissenschaft und Kunst der CSU-Landtagsfraktion.

In Sankt Petersburg traf die CSU-Delegation um Jörg unter anderem den Vorsitzenden des Kultur- und Bildungsausschusses der Gesetzgebenden Versammlung Maxim Resnik, den stellvertretenden Direktor der Staatlichen Eremitage Georgi Wilinbachow, den stellvertretenden Direktor für Kultur und Bildung des Museums „Peterhof“ Roman Kowrikow, die Direktorin des Museums Zarskoje Selo (Puschkin) Olga Taratynowa, die leitende Vize-Rektorin für akademische Angelegenheiten der Staatlichen Universität Sankt Petersburg Jekaterina Babeljuk sowie den stellvertretenden Rektor für internationale Beziehungen der Universität Sergej Andrjuschin.

Dabei ging es vor allem um die Bewältigung von Besucherströmen in UNESCO-Weltkulturerbestätten. Ihre große Beliebtheit stelle Museen wie etwa die Eremitage oder die Königsschlösser in Bayern vor gewaltige organisatorische wie konservatorische Herausforderungen.

„Beide Seiten waren sich einig, dass ein engerer Austausch bei der Bewältigung dieser Zukunftsfragen hilfreich ist“, sagte Jörg. So sei der Wunsch nach einem bayerisch-russischen Symposium geäußert worden. Von russischer Seite wurde auch eine Ausstellung im Katharinenpalast über bereits von Deutschland an das dortige Museum restituierte Kulturgüter angeregt.

„Gerade die jahrhundertealte Tradition des Dialogs hat das bayerisch-russische Verhältnis zu einem reifen lassen, das auch schwierigste Zeiten überstehen konnte“, unterstrich der CSU-Politiker. Jörgs Bemühungen knüpfen an die Politik von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer an, der sich gemeinsam mit der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) mehrfach für ein Ende der Wirtschaftssanktionen gegen Russland ausgesprochen hatte.

Unlängst hatte schon Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) in Sankt Petersburg und Moskau dafür geworben, die Zusammenarbeit mit Russland in den Bereichen der Kultur, Bildung und Wissenschaft weiter auszubauen.

Der gegenseitige Austausch soll bereits im Oktober dieses Jahres in München fortgesetzt werden.

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