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Bayern

Kommunalwahlen 2020 im Schatten einer Virus-Pandemie

Sonntag, 15 März 2020 21:51

München - Das Corona-Virus hat auch bei den Kommunalwahlen in Bayern 2020 seine Spuren hinterlassen. Nachdem die Staatsregierung sich entschlossen hatte, die mehr als 4.000 Abstimmungen trotz der erhöhter Infektionsgefahr doch stattfinden zu lassen, traten einige Probleme auf, die es unter normalen Umständen nicht gibt.

Hier eine Übersicht über die virusbedingten Herausforderungen:

  • Der Ausfall von Wahlkämpfern musste kompensiert werden
  • Verlegung von Wahllokale aus Seniorenheimen in Schulen oder Zelte
  • In Wahllokalen wurden Desinfektionsmittel bereitgestellt
  • Der Abstand zwischen den Wahlkabinen wurde teilweise vergrößert
  • Ein erhöhtes Aufkommen von Briefwahlaufkommen musste bewältigt werden

Trotz Corona-Krise höhere Wahlbeteiligung als 2014

Positiv ist zu vermerken, dass sich die Wahlbeteiligung trotz Corona-Krise erhöht hat. Daran ist zu erkennen welch hohen Stellenwert Wahlen bei der Bevölkerung haben. So lag in München die Wahlbeteiligung nach Angaben der Stadt kurz vor dem Schließen der Wahllokale bei 49,3 Prozent. Bei den Wahlen vor sechs Jahren kamen lediglich 41,5 Prozent zu den Urnen.

Noch mehr Briefwähler bei Stichwahlen in zwei Wochen

In zwei Wochen, wenn bei Stichwahlen dann bei jetzt nicht ausreichenden Mehrheitsverhältnissen eine endgültige Entscheidung getroffen wird, rechnet man mit einem noch höheren Anteil an Briefwählern. Aus diesem Grund werden für den Wahlgang am 29.März die Briefwahl deutlich erleichtert werden. Entsprechende Unterlagen werden bereits ab Montag versendet.

Letzte Änderung am Montag, 16 März 2020 16:53
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