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Freistaat Bayern gab 900.000 Euro für Beseitigung von Bomben und Munition aus

Kampfmittelbeseitigung: 2016 wurden in Bayern über 60 Tonnen Weltkriegsmunition entsorgt

Montag, 26 Juni 2017 18:54
Kampfmittelbeseitigung: 2016 wurden in Bayern über 60 Tonnen Weltkriegsmunition entsorgt Bildquelle: PIXABAY.COM

München - Seit letzter Woche liegt die Bilanz der bayerischen Kampfmittelbeseitigung für das Jahr 2016 vor. Der bayerische Kampfmittelbeseitigungsdienst ging im vergangenen Jahr mehr als 1.100 Meldungen nach und beseitigte über 60 Tonnen Kampfmittel, darunter auch 192 alliierte Spreng- und Splitterbomben. Diese konnten vor Ort durch Entfernen der Zünder unschädlich gemacht werden.

Experten gehen davon aus, dass etwa zehn Prozent der im Zweiten Weltkrieg abgeworfenen Spreng- und Splitterbomben nicht detonierten. Deshalb muss insbesondere im Umfeld von ehemaligen Rüstungsbetrieben und in Großstädten immer noch mit Bombenblindgängern gerechnet werden. Und tatsächlich werden bei Bautätigkeiten auch über 70 Jahre nach Kriegsende Bomben, Granaten und sonstige Munition gefunden. 

Die Entsorgung dieser Kampfmittel erfolgt durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst im Auftrag des bayerischen Innenministeriums. Laut dem Ministerium liegt es in der Verantwortung von Grundstückseigentümern und Bauherren, einem Verdacht auf im Boden liegende Kampfmittel nachzugehen. Sind konkrete Maßnahmen veranlasst, müssen Fachfirmen mit der Suche und Bergung beauftragt werden. Die aufgefundenen Kampfmittel werden dann kostenfrei durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst entsorgt. 

Der Freistaat Bayern ließ sich die Kampfmittelbeseitigung im letzten Jahr etwa 900.000 Euro kosten.

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