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Flüchtlingsansturm auf die Grenzen der EU

Joachim Herrmann (CSU) möchte Rückkehr von 2015 ausschließen

Dienstag, 03 März 2020 15:03
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann Bayerns Innenminister Joachim Herrmann Quelle: Joachim Herrmann

Nürnberg – Vor dem Hintergrund der Grenzöffnung der Türkei zur EU und den damit einhergehenden Flüchtlingsansturm in Richtung der gewünschten Zieldestinationen der Migranten, fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine Rückkehr zu einer „vernünftigen Zusammenarbeit“, wie nordbayern.de berichtete.

Im Interview mit nordbayern.de nimmt der CSU-Politiker auch ausführlich dazu Stellung, wie er die derzeitige Lage beurteile und welche Maßnahmen man bereits jetzt schon umgesetzt habe.

2015 darf sich nicht mehr wiederholen

Die Kernpunkte seiner Aussage sind, dass sich eine Situation wie 2015 nicht mehr wiederholen darf und dass man jetzt schon alles daransetze um eine „unkontrollierte Massenzuwanderung zu verhindern“ und dass die Grenzen Deutschlands nicht für jeden offen stünden.

Im Detail führte der Minister bereits jetzt schon Umgesetztes aus:

  • Grenzkontrollen und Betreiben intensiver Schleierfahndubg im Grenzgebiet
  • Lückenlose Identitätsprüfungen bei der Einreise
  • Abnahme und europaweites Abgleichen von Fingerabdrücken bei Neuankömmlingen
  • Auswerten von Handydaten
  • Personelle Verstärkung des Bundesamtes für Migration
  • Eine leistungsfähige Struktur für schnelle und effiziente Verfahren
  • Sieben Ankerzentren

Eine Hauptaufgaben für den Minister wird wohl sein, eine Lösung zu erarbeiten, was mit Personen geschieht, wenn „sie nun halt da sind“ (Angela Merkel) und deren Asylgesuch abgelehnt wird.

Erfahrungsgemäß wird man solche Leute nicht so ohne weiteres wieder los. So nimmt beispielsweise Italien derzeit keine Personen, mit Verweis auf den Coronavirus zurück, obwohl sich die Epidemie von dort in Richtung Norden ausbreitete und nicht umgekehrt.

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