bayern-depesche.de

Freigegeben in Politik

17 Prozent der Kita-betreuten Kinder sprechen in ihren Familien nicht vorrangig Deutsch

In mehreren bayerischen Städten hat die Hälfte der Kita-Kinder ausländische Wurzeln

Donnerstag, 20 Oktober 2016 19:00

München - Bayernweit hat fast ein Drittel der Kinder in Tageseinrichtungen ausländische Wurzeln. In einigen kreisfreien Städten liegt der Anteil der Kita-Kinder mit Migrationshintergrund sogar bei mehr als fünfzig Prozent.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik wurden am 1. März 2016 in Bayern 533.317 Kinder in einer Tageseinrichtung betreut. Davon haben 153.002 Kinder (29 Prozent) mindestens einen Elternteil ausländischer Herkunft. Bei 90.968 Kindern (17 Prozent) wird in den Familien nicht vorrangig Deutsch gesprochen. Dabei zeigen sich starke regionale Unterschiede.

In manchen kreisfreien Städten hat mehr als die Hälfte der Kinder mindestens einen aus dem Ausland stammenden Elternteil: In Schweinfurt sind es 58 Prozent, in Nürnberg 55 Prozent und in Augsburg sowie in Memmingen jeweils 52 Prozent. In der Landeshauptstadt München liegt der Anteil der Kita-Kinder mit ausländischer Herkunft bei 47 Prozent. Die niedrigsten Quoten gibt es in den Landkreisen Freyung-Grafenau (neun Prozent), Bamberg (zehn Prozent) und Bayreuth (elf Prozent).

Ähnlich verhält es sich mit Kindern, in deren Familien vorrangig kein Deutsch gesprochen wird. In den folgenden Städten liegt der Anteil bei über 30 Prozent: in Memmingen bei 37 Prozent, in Schweinfurt und Nürnberg jeweils bei 36 Prozent sowie in Rosenheim und München jeweils bei 34 Prozent. Die niedrigsten Quoten waren in den Landkreisen Bamberg mit vier Prozent sowie Bayreuth und Haßberge mit jeweils fünf Prozent zu verzeichnen.

Zum 1. März dieses Jahres sind in den 9.272 bayerischen Kindertageseinrichtungen umfangreiche Daten zum tätigen Personal und zu den betreuten Kindern erhoben worden. Unter anderem waren für jedes Kind folgende Fragen zu beantworten: „Ausländisches Herkunftsland mindestens eines Elternteils“ und „in der Familie vorrangig gesprochene Sprache Deutsch/nicht Deutsch“.

Artikel bewerten
(9 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten