bayern-depesche.de

Freigegeben in Politik

Natascha Kohnen, Florian von Brunn und Klaus Barthel kandidieren

Immer mehr Gerangel um Nachfolge von Florian Pronold als Chef der Bayern-SPD

Freitag, 24 Februar 2017 23:46
Logo der BayernSPD Logo der BayernSPD

München - Anfang Februar gab Florian Pronold bekannt, sein Amt als Landesvorsitzender der nicht gerade erfolgsverwöhnten Bayern-SPD niederzulegen und es an SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen übergeben zu wollen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, der die bayerischen Sozialdemokraten seit 2009 führt, wird sich auf dem Landesparteitag im Mai nicht mehr zur Wiederwahl stellen.

Als Nachfolgerin schwebt ihm seine Vertraute Natascha Kohnen vor. Die langjährige Landtagsabgeordnete sei „eine große Sympathieträgerin“ und die „ideale Spitzenkandidatin für die nächste Landtagswahl“. Pronold macht sich und seinen Genossen Mut: „Nur mit einer starken SPD errichten wir ein Bollwerk gegen Rechtspopulismus und Hass. Nur mit einer starken SPD schaffen wir mehr Gerechtigkeit und Solidarität in unserer Gesellschaft.“ 

Trotz desaströser Umfragewerte und einem Aderlass an sozialdemokratischen Hoffnungsträgern gibt es ein wachsendes Bewerberfeld für die Pronold-Nachfolge. 

Mit der Forderung nach einem echten Neuanfang und mehr Basisbeteiligung hat der Münchner Landtagsabgeordnete Florian von Brunn seinen Hut in den Ring geworfen. Mit Blick auf Kohnen, die als Generalsekretärin viele Jahre eng mit Pronold verbandelt war, sagte von Brunn: „Ich halte einen echten personellen Neuanfang in der bayerischen SPD für richtig und notwendig.“ Zwar sei der Landesvorsitz „kein Erholungsurlaub“, aber er wolle seiner Partei im Freistaat wieder „neues Selbstbewusstsein“ geben. 

Neben Natascha Kohnen und Florian von Brunn strebt auch der Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel den Landesvorsitz an. Er tritt auf Vorschlag des Landesvorstandes der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) an, deren Landes- und Bundesvorsitzender er ist. In einer AfA-Mitteilung heißt es zu Barthels Bewerbung: „Die Bayern-SPD braucht jetzt Erfahrung, Vertrauen und Profil. Wer mit sozialer Gerechtigkeit Wahlen gewinnen will, muss von seiner Biografie, Persönlichkeit und Sachkompetenz her glaubwürdig sein.“ Der gebürtige Münchner gehört dem Bundestag seit 1994 an. 

Bis Ende Februar können sich noch weitere Kandidaten melden. Vor dem Parteitag im Mai wird es eine Urwahl geben. Die oder der Siegreiche wird auf dem Parteitag dann offiziell auf den Schild gehoben.

Artikel bewerten
(13 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten