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Türken sind weiterhin Spitzenreiter bei Einbürgerungen

Im letzten Jahr wurden in Bayern mehr als 14.000 Ausländer eingebürgert

Donnerstag, 11 Mai 2017 15:13

München - Die Zahl der in Bayern eingebürgerten Ausländer ist im letzten Jahr erneut gestiegen. Laut der Einbürgerungsstatistik für das Jahr 2016, die Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag vorstellte, erhielten im letzten Jahr 14.394 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft, 2015 waren es 13.373.

Etwa 38 Prozent der in Bayern Eingebürgerten stammen aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Unter den 5.478 im letzten Jahr eingebürgerten EU-Ausländern waren 1.145 Rumänen, 803 Polen, 592 Kroaten, 534 Italiener und 516 Griechen. Ein besonders starker Anstieg ist 2016 nach Herrmanns Worten bei den Briten zu verzeichnen, deren Einbürgerungszahl auf 313 stieg. Das ist ein Plus von knapp 264 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 
Die Türkei ist erneut Spitzenreiter bei den Einbürgerungen von Staatsangehörigen außerhalb der Europäischen Union. 1.852 Türken haben 2016 in Bayern die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen. Das entspricht fast 13 Prozent aller Einbürgerungen. Nach der Türkei gehören zu den Hauptherkunftsstaaten außerhalb der EU weiterhin die Nachfolgeländer des früheren Jugoslawien (soweit sie noch nicht der EU beigetreten sind) mit 1.020 Personen, die Ukraine mit 655 Personen, der Irak mit 531 Personen, Vietnam mit 417 Personen, die Russische Föderation mit 352 Personen und schließlich Afghanistan mit 299 Eingebürgerten.

Nach Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft dürfen die Eingebürgerten an allen Wahlen in Deutschland teilnehmen und werden in Sozial- und Kriminalitätsstatistiken nicht mehr als Ausländer erfasst.

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