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Höherer Wirkstoffgehalt und „Strecken“ der Drogen mitverantwortlich für Todesfälle

Im letzten Jahr deutlicher Anstieg der Drogentoten in Bayern

Mittwoch, 09 März 2016 08:38
Im letzten Jahr deutlicher Anstieg der Drogentoten in Bayern Im letzten Jahr deutlicher Anstieg der Drogentoten in Bayern

München - In Bayern sind 2015 deutlich mehr Menschen durch Drogenkonsum ums Leben gekommen als im Vorjahr. Die Zahl der Drogentoten stieg nach Angaben des bayerischen Innenministeriums auf 314 Menschen. Im Jahr 2014 waren 251 und 2013 230 Menschen an ihrer Sucht gestorben.

Laut Ministeriumssprecher Michael Siefener ist sowohl ein höherer Wirkstoffgehalt in den Drogen als auch das chemische „Strecken“ der Rauschgifte für die steigende Zahl von Todesfällen verantwortlich. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte angesichts der jüngsten Entwicklung die stärkere Förderung von Präventionsmaßnahmen an.

Positives konnte dieser Tage das Bayerische Landesamt für Statistik vermelden, wonach die Lebenserwartung im Freistaat weiter gestiegen ist. So hat sich die Lebenserwartung Neugeborener im Vergleich zum Jahr 1900 mehr als verdoppelt. Um 1900 betrug sie für ein neugeborenes Mädchen rund 41 Jahre und für einen neugeborenen Jungen etwa 38 Jahre. Heute werden Mädchen statistisch gesehen 83,5 Jahre und Jungen fast 79 Jahre alt.

Damit übertrifft die erwartete Lebensspanne in Bayern noch den Bundesdurchschnitt: Deutschlandweit liegt das statistische Durchschnittsalter für neugeborene Mädchen bei 83 Jahren und einem Monat und für Jungen bei 78 Jahren und zwei Monaten.

Frauen in Bayern werden heutzutage im Schnitt 4,6 Jahre älter als Männer. Die Lebenserwartungsdifferenz zwischen den Geschlechtern hat sich in den letzten 25 Jahren aber verringert.

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