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Polizei musste in der Nacht zum 1. November insgesamt 764-mal ausrücken

Halloween 2016 in Bayern: 71 Polizei-Einsätze wegen Grusel-Clowns und zwei Verletzte

Mittwoch, 02 November 2016 17:20
Halloween 2016 in Bayern: 71 Polizei-Einsätze wegen Grusel-Clowns und zwei Verletzte Bildquelle: PIXABAY.COM

München - Die bayerische Polizei hatte am diesjährigen Halloween 71 Einsätze wegen Grusel-Clowns zu bestreiten, die zwei Menschen verletzten. Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums musste die Polizei in der Nacht zum 1. November 764-mal ausrücken, in erster Linie wegen Ruhestörungen (223) und Sachbeschädigungen (91).

„Bei üblen Scherzen und Grusel-Clowns versteht die bayerische Polizei keinen Spaß“, betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). „Wir werden weiterhin sehr wachsam sein und gerade bei Grusel-Clowns konsequent durchgreifen.“ Jede Straftat werde verfolgt und der Staatsanwaltschaft vorgelegt. „Wer andere bedroht oder gar schädigt, um sich dann damit zu brüsten, muss mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen“, sagte Herrmann.

Bei Begegnungen mit diesen „üblen Scherzbolden“, so der CSU-Politiker,solle sofort über die Telefonnummer 110 die Polizei verständigt werden. Ganz wichtig sei der Abschreckungseffekt auf mögliche Nachahmer. „Da helfen nur hartes Durchgreifen und empfindliche Strafen.“

Zwei Verletzte gingen im Freistaat auf das Konto von Grusel-Clowns:

Im Münchner Westpark kam es an Halloween um 23.30 Uhr zu einer gefährlichen Körperverletzung durch einen maskierten Unbekannten, der eine Machete oder ein langes Messer in der Hand hielt. Er fügte damit einem 20-Jährigen oberhalb des Auges eine etwa fünf Zentimeter lange Schnittverletzung zu. Der Geschädigte verständigte erst mit großer Verspätung die Polizei, so dass die anschließende Fahndung erfolglos verlief.

Auch im unterfränkischen Kitzingen kam es an Halloween zu einem Vorfall mit einer Verletzten. Der maskierte Täter verfolgte gegen 20.00 Uhr zwei Frauen, bedrohte sie mit einem Schlagstock und versuchte dabei eine Handtasche zu rauben. Bei der Flucht stürzte eine Frau und verletzte sich an der Hand und der Hüfte. Als ein Passant den beiden Frauen zu Hilfe kam, flüchtete der Grusel-Clown. Der Täter konnte aber wenig später von der Polizei vorläufig festgenommen werden.

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