bayern-depesche.de

Freigegeben in Politik

Hepatitis A wird leicht über verunreinigte Lebensmittel und unsauberes Wasser übertragen

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) mahnt Hepatitis-A-Impfung bei Auslandsreisen an

Donnerstag, 28 Juli 2016 14:28
Melanie Huml Melanie Huml Quelle: de.wikipedia.org | Freud | CC BY-SA 3.0

München - Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) dazu geraten, vor einer Urlaubsreise den eigenen Impfstatus zu prüfen: „Bei manchen Reisezielen ist eine Impfung gegen Hepatitis A ratsam. Ansprechpartner dafür sind die Hausärzte, das örtliche Gesundheitsamt oder tropenmedizinische Institute.”

Das Hepatitis A-Virus ist vor allem in Ländern mit schlechten Hygienebedingungen verbreitet. Die Krankheit kann leicht über unsauberes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel übertragen werden.

Im Gegensatz dazu erfolgt eine Ansteckung mit dem Hepatitis B-Virus über Blut oder Blutprodukte, bei injizierendem Drogengebrauch, unhygienischem Tätowieren und Piercen, sexuellem Kontakt oder bei Neugeborenen während der Geburt durch infektiöse Mütter.

Die Erkrankung mit Hepatitis A oder B kann eine Leberentzündung auslösen. Der Krankheitsverlauf ist bei einer Infektion mit Hepatitis B meist schwerer als bei Hepatitis A. Die B-Variante verläuft in rund zehn Prozent der Fälle chronisch und kann zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen.

Typische Erstsymptome bei einer Erkrankung mit Hepatitis A oder B sind Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Danach kommt es häufig zu einer Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten.

Mit Impfungen können solche Infektionen wirksam vermieden werden. Die Impfungen gegen Hepatitis A und Hepatitis B sind zudem gut verträglich.

Die bayerische Gesundheitsministerin freut sich über eine gestiegene Impfquote: „Die Hepatitis B-Impfung wird seit 1995 generell für alle Säuglinge und Kleinkinder empfohlen. Erfreulich ist: Nach den Daten der Schuleingangsuntersuchung steigt die Impfquote bei der Hepatitis B-Impfung seit dem Schuljahr 2003/2004 stetig an. Bis zum Schuljahr 2014/2015 ist die Impfrate um 12,4 Prozentpunkte auf 86,6 Prozent gestiegen.”

Artikel bewerten
(10 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten