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Zentrales Krebsregister soll Fortschritte bei Prävention und Therapie bringen

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) lobt neues bayerisches Krebsregistergesetz

Montag, 27 Februar 2017 20:50
Melanie Huml Melanie Huml Quelle: de.wikipedia.org | Freud | CC BY-SA 3.0

München - Im Jahr 2013 gab es in Bayern 69.056 neue Krebserkrankungen. Das sind rund 1.400 Fälle weniger als im Vorjahr mit 70.461. Im Jahr 2011 gab es 70.538 Krebsneuerkrankungen und im Jahr 2010 71.840. Damit ist die Zahl der Neuerkrankungen im Beobachtungszeitraum rückläufig.

Um diese erfreuliche Entwicklung fortzusetzen, hat der Bayerische Landtag ein neues Krebsregistergesetz verabschiedet und damit das vom Bundesgesetzgeber erlassene Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG) in Landesrecht umgesetzt. 

Im Bereich der Krebsregistrierung kann der Freistaat bereits auf tragfähige Strukturen zurückgreifen. „Allerdings werden klinische Daten noch nicht vollständig und zum Teil erst mit großer Zeitverzögerung registriert. Deshalb müssen wir insbesondere die klinische Krebsregistrierung flächendeckend ausbauen“, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. So erhalte man vollständige Datensätze für ganz Bayern und könne für die Betroffenen weitere Fortschritte bei der Prävention und Therapie von Krebserkrankungen erzielen. 

Die CSU-Politikerin fügte hinzu: „Das neue zentrale klinisch-epidemiologische Krebsregister bringt wesentliche Vorteile. So knüpft es an bestehende Strukturen und vorhandenes Expertenwissen an. Zugleich werden durch die Konzentration beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Doppelstrukturen vermieden und Synergieeffekte genutzt.“ 

Auf den bestehenden Vor-Ort-Strukturen in München, Regensburg, Bayreuth, Erlangen, Würzburg und Augsburg solle aufgebaut werden, um Arbeitsprozesse zu straffen und zu bündeln. „Mir ist bewusst, dass es sich um äußerst sensible Gesundheitsdaten handelt“, sagte Huml. Deshalb werde dem Datenschutz hohe Priorität eingeräumt. Das neue Krebsregistergesetz soll sicherstellen, dass einzig die Vertrauensstelle dauerhaft Identitätsdaten kennt und speichert.

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